Betrugsvorwürfe gegen Virologen Streeck – Staatsanwaltschaft lehnt Ermittlungen ab

Epoch Times4. Juli 2020 Aktualisiert: 4. Juli 2020 19:05
Gegen den Leiter der Heinsberg-Studie zur Verbreitung von Sars-CoV-2 wurde Strafanzeige erstattet. Die Staatsanwaltschaft lehnt die Ermittlungen gegen Hendrik Streeck aber ab.

Nach Eingang einer Strafanzeige gegen den Bonner Virologen Hendrik Streeck im Zusammenhang mit der Heinsberg-Studie werden keine Ermittlungen aufgenommen.

Die Vorwürfe gegen Streeck erstrecken sich laut dem „General-Anzeiger“ über hundert Seiten. Der Verfasser habe sich als Wissenschaftler ausgegeben. Unter anderem seien Betrugsvorwürfe im Zusammenhang mit der wissenschaftlichen Arbeit an der Heinsberg-Studie formuliert worden. Die Anzeige richtete sich gegen Streeck und andere Menschen.

Die Staatsanwaltschaft hat die Aufnahme von Ermittlungen aber abgelehnt. Das gab der Bonner Staatsanwalt Sebastian Buß am Freitag (3.7) bekannt. Man habe das Schreiben „unter jedem denkbaren strafrechtlichen Gesichtspunkt“ geprüft und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen.

Streeck hatte für die Studie die Ausbreitung von Sars-CoV-2 im Kreis Heinsberg untersucht, einem der ersten deutschen Corona-Hotspots. Sie sorgte für Aufsehen.

Streeck wurde am Mittwoch in der ZDF-Talkshow Markus Lanz auf die Vorwürfe angesprochen. Der Virologe sagte: „Ich habe erst kurz vor der Sendung von der Anzeige erfahren. Die Studie ist sauber gelaufen (…) Auf der einen Seite will man Ergebnisse finden, auf der anderen Seite ist es ein unheimlich großer Druck.“

Über die Ablehnung von Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft hatte zuvor auch die „Rheinische Post“ berichtet. (dpa/so)

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