Eine Altenpflegerin in Schutzkleidung hält die Hand eines Pflegeheimbewohners. Die Pflege im Heim wird immer teurer.Foto: Sebastian Gollnow/dpa/dpa

BKK-Statistik: Erzieher Corona-gefährdeter als Pflegekräfte – außer im Dezember

Epoch Times27. Januar 2021 Aktualisiert: 27. Januar 2021 20:45
Die Beschäftigten in Kindergärten und Vorschulen sind im vergangenen Jahr über lange Zeit die am stärksten vom Coronavirus betroffene Berufsgruppe gewesen. Erst im Dezember überholten die Altenpfleger und hatten die meisten Fälle.

In einer vom Dachverband der Betriebskrankenkassen (BKK) am Mittwoch veröffentlichten Auswertung der Monate März bis November vergangenen Jahres lagen die Beschäftigten in Kitas und Vorschulen bei der Krankheitshäufigkeit vor Pflegekräften in Altenheimen und vor dem Krankenhauspersonal.

Nach der Auswertung der Krankmeldungen von März bis November gab es unter Kitapersonal 162 Krankmeldungen je 10.000 Beschäftigte wegen einer Infektion mit dem Coronavirus. Bei den Beschäftigten in Alten- und Behindertenheimen waren es 146, gefolgt von Pflegeheimen mit 144 Krankmeldungen je 10.000 Beschäftigten. Der Durchschnitt aller Berufsgruppen lag bei 74 Krankmeldungen je 10.000 Beschäftigten.

Zu ähnlichen Einschätzungen bezüglich der Berufsgruppen kam eine Studie der AOK für die Zeit von März bis Oktober 2020, siehe Bericht „AOK-Studie zur Corona-Gefahr: Die Top Ten der gefährdetsten und sichersten Berufe“.

Große Änderungen im Dezember

Im Dezember änderte sich nach der BKK-Auswertung das Bild aber deutlich.

Unter den Altenpflegern kam es zu 408,7 Krankschreibungen je 10.000 Beschäftigten. An zweiter Stelle lag das medizinische Personal in Krankenhäusern mit 380,7 Fällen. Die Erziehungsberufe kamen auf den dritten Rang mit 336,1 Fällen, deutlich noch vor dem Durchschnitt aller Berufe, der bei 170,5 Krankschreibungen je 10.000 Beschäftigten lag.

Die Entwicklung bei den Erziehungsberufen erklärte die BKK mit dem Lockdown, der zum Notbetrieb in Kindergärten und Vorschulen führte. Bei den Beschäftigten in Altenheimen zeige sich an den Zahlen, dass diese am Limit arbeiten.

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen wertete Krankheitsdaten von rund vier Millionen Versicherten aus, die sich zwischen März und November krankgemeldet hatten. (afp/sm)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion