„Blauäugige Flüchtlingspolitik“: Salafisten und Islamisten werben Flüchtlinge an

Epoch Times10. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:48
Experten sind sich sicher: In Deutschland werben arabische Clans und islamistische Extremisten gezielt Flüchtlinge an. Die mittellosen Neuankömmlinge sind ein leichtes Opfer für die Islamisten.

Islamisten und Salafisten werben in Deutschland gezielt Flüchtlinge und Migranten an, sagt der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, im Interview mit der "Welt am Sonntag". 

Die Neuankömmlinge seien leichte Opfer für die Extremisten, da viele ohne Familien nach Deutschland kämen und Anschluss suchten. "Wir haben bereits rund 300 Ansprachversuche gezählt. Sorgen machen mir vor allem die vielen unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge. Diese Gruppe wird gezielt angeworben," so Maaßen.

Dies seien aber nur die bei den Behörden gemeldete Fälle. Die tatsächliche Zahl läge viel höher. "Wir sehen durch die Ansprachen ein immenses Radikalisierungspotenzial," sagt der Verfassungsschutz-Präsident zur "Welt". 

Über die arabischsprachige Moscheenlandschaft meint Maaßen, dass diese oft nicht moderat sei. Viele Häuser seinen "fundamentalistisch geprägt oder aufgrund ihrer salafistischen Ausrichtung gar Beobachtungsobjekt der Verfassungsschutzbehörden".

Die Moscheen in Deutschland würden oftmals von reichen Saudis gesponsert.

Kriminelle Clans rekrutieren Flüchtlinge 

Nicht nur Salafisten und Islamisten, sondern auch kriminelle arabische Clans rekrutieren Flüchtlinge. Dabei würden sie besonders nach jungen, körperlich starke Männern Ausschau halten, sagte ein Berliner Ermittler zur "Welt".

Diese Entwicklung beobachtet auch der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban. Der Experte lernte viele Clanmitglieder kennen, die erst als Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Die Clanmitglieder würden Raubüberfälle und andere Delikte begehen und den neuankommenden Flüchtlingen sogar Wohnraum vermieten, so Ghadban im Interview mit "Focus-Online". "Damit verdienen sie sich eine goldene Nase".

Diese Clans würden den mittellosen Flüchtlingen und Migranten Stabilität geben. 

Darüber hinaus würde die Terror-Gruppe "Islamischer Staat" die Flüchtlingsströme nutzen, um Kämpfer nach Europa zu schleusen, sagt Maaßen der "Welt". "Der IS will auch Anschläge gegen Deutschland und deutsche Interessen durchführen."

Die Dschihadisten würden ihre Anhänger in Deutschland bereits zu Terrorakten motivieren. 

Blauäugige Flüchtlngspolitik

Auch andere Experten warnen vor Extremisten unter den Flüchtlingen und Migranten. Andre Schulz, Chef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), sagt zur "Welt", dass Zehntausende Zuwanderer in Deutschland lebten, "von denen wir nicht wissen, wer sie sind, wo sie genau herkommen und wo sie sich aufhalten". Für einen Rechtsstaat sei dies "nicht hinnehmbar".

Der Bundeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, meint auch, dass es von den Politikern "blauäugig und naiv" sei, zu glauben, IS-Anhänger würden sich nicht unter die Flüchtlinge mischen.  

Islamisten gesucht 

Unterdessen suchen deutsche Sicherheitsbehörden nach Dutzenden gefährlichen Islamisten, die zum Teil untergetaucht sind. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach werden 76 Personen aus dem Bereich gewaltbereiter Islamismus per Haftbefehl gesucht.

Die Sprecherin für Innere Sicherheit der Grünen-Bundestagsfraktion, Mihalic, warnte: Der Bund unternehme "außer symbolpolitischen Aktionen nichts, um wirklich Zugriff zu bekommen auf radikalisierte Islamisten". Auf Bundesebene fehle jeglicher Ansatz für eine mit den Ländern und zivilgesellschaftlichen Organisationen abgestimmte Präventions- und Deradikalisierungsstrategie. Die Grünen-Fraktion werde sich am Montag mit dem Thema befassen und ein eigenes Thesenpapier vorstellen. (so) 

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