Bochum: Irakischer Flüchtling zu elf Jahren Haft verurteilt – Chinesische Studentinnen vergewaltigt – Fälle in China heiß diskutiert

Von 16. Mai 2017 Aktualisiert: 27. Mai 2017 14:05
Wegen der Vergewaltigung zweier chinesischer Studentinnen an der Ruhr Universität hat das Bochumer Landgericht einen 32-jährigen Flüchtling aus dem Irak zu elf Jahren Haft verurteilt. Bei der Urteilsverkündung zeigte sich der Angeklagte kalt und regungslos.

Nachdem ein Freund eines der Opfer einen Verdächtigen in einem Gebüsch fotografierte, der dort offenbar auf ein neues Opfer lauerte, gelang der Polizei mithilfe der Bilder aus Hinweis Nr. 96 die Festnahme des Tatverdächtigen in einem Flüchtlingsheim nahe der Uni. Die DNA-Auswertung ergab einen Volltreffer.

Die dem damals 31-jährigen Iraker vorgeworfenen Vergewaltigungsfälle an chinesischen Studentinnen vom August und November 2016 brachten dem Mann letztendlich eine Verurteilung zu elf Jahren Haft ein, wie das Bochumer Landgericht am 16. Mai festlegte.

Kalt und regungslos

Dabei zeigte der Mann bei der Urteilsverkündung keinerlei Regung.

Durch seine Mimik und sein Verhalten in der Verhandlung haben wir den Eindruck gewonnen, dass ihm gar nicht bewusst ist, welches unendliche Leid er den Frauen zugefügt hat.“

(Richter Volker Talarowski)

Der Iraker war nach anfänglichem Schweigen, wohl angesichts der erdrückenden Beweislast, geständig.

Eindeutige DNA-Spuren

Wie der Bochumer Richter verdeutlichte, wäre eine Verurteilung aber auch ohne ein Geständnis des Angeklagten zustande gekommen. Die DNA-Spuren an den beiden Opfern belegten eindeutig die Täterschaft des Mannes. Laut „Rheinische Post“ treffe ein genetisches Muster nur auf einen von theoretisch 150 Billiarden Menschen zu.

Ich weiß nicht, ob es seit Adam und Eva überhaupt so viele Menschen gab.“

(Richter Talarowski, Urteilsbegründung)

Internationale Aufmerksamkeit

Der Iraker hatte die beiden zur Tatzeit 21 und 27 Jahre alten Frauen jeweils von Wegen nahe der Universität in Gebüsche gezerrt und unter massiver Gewaltanwendung vergewaltigt. Dabei hatte er zudem eines der Opfer mit einem Strick stranguliert und beinahe getötet. Die junge Frau war extra für ihre Aussage noch einmal aus China nach Deutschland gereist.

Ich dachte, dass ich jetzt sterben muss.“

(chinesische Studentin vor Gericht)

Wie der Richter weiter in seiner Urteilsbegründung ausführte, habe der Angeklagte schwer in das Leben der beiden Opfer eingegriffen. Beide junge Frauen seien bis heute nicht in der Lage, ihren Eltern von den schrecklichen Geschehnissen in Deutschland zu berichten.

Das zweite Opfer (27), beschrieb im Internet ihre Erlebnisse, was ein großes Thema im chinesischsprachigen Netz wurde. Sogar Chinas großes Nachrichtenportal Sohu berichtete. (Hier EPOCH TIMES-Bericht auf chinesisch.)

Schließlich warnte das chinesische Konsulat in Düsseldorf „alle chinesischen Bürger in Deutschland“, auf ihre Sicherheit zu achten. Im Februar 2017 zog die chinesische Botschaft in Berlin mit einer drastisch formulierten Sicherheitswarnung nach.

Siehe auch:

Bochum: Irakischer Flüchtling (31) würgte chinesische Studentinnen mit einem „Werkzeug“ und missbrauchte sie

DNA-Test bestätigt: Bochumer Uni-Vergewaltigungen vom selben Täter begangen

Phantomfahndung: Chinesische Studentin (27) vergewaltigt – Bochumer Polizei jagt Täter – Konsulat ermahnt Chinesen in Deutschland auf Sicherheit zu achten

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