Böser Scherz oder Schreiben nach Gehör? SPD Mülheim ehrt die Opfer des „Verschissmuss“

Von 17. November 2019 Aktualisiert: 17. November 2019 10:43
Der Unterbezirk und die Ratsfraktion Mülheim an der Ruhr erlebten am Wochenende eine böse Überraschung: Ihre Trauerkranz-Bestellung, offenbar gedacht für die „Opfer von Krieg und Faschismus“, landete möglicherweise bei einem schweren Legastheniker.

Zu Beginn dachten viele Nutzer sozialer Medien noch an einen Fake oder eine Bildmanipulation. Spätestens als auch vertrauenswürdige Quellen wie die bekannte Kölner Aktivistin gegen Antisemitismus, Malca Goldstein-Wolf, das Bild verbreiteten, wurde es immer mehr zur Gewissheit, dass dem nicht so ist.

Der Dümptener Bürgerverein e. V. hatte anlässlich des Volkstrauertages für Samstag (16.11.) zu einer gemeinsamen Andacht am Mahnmal Barbarastr./Schildberg aufgerufen. Dazu steuerten auch Parteien und gesellschaftliche Gruppen Trauerkränze bei, unter anderem der SPD-Unterbezirk und die Ratsfraktion Mülheim an der Ruhr, die gemeinsam einen solchen bestellt hatten.

Besser organisiert als Lutz Bachmann: SPD-Ratsmitglied hatte Schere dabei

Der Aufdruck auf der Schleife zum Trauerkranz wies allerdings einen gravierenden orthografischen Schnitzer auf, der die örtlichen Sozialdemokraten prompt zum Gespött in den sozialen Medien machte. Statt, wie offenbar zuvor geordert, den „Opfern von Krieg und Faschismus“, galt dieser in der Fassung jenen eines „Verschissmuss“.

Der Lokalblog „Lokal Klick“ nahm sich des Themas an. Das Medium konnte bestätigen, dass sich der peinliche Fehler tatsächlich auf der Schleife befand. Zudem habe es erst eines Hinweises bedurft, um ein anwesendes SPD-Ratsmitglied dazu zu bewegen, mittels einer Nagelschere den fehlerhaften Abschnitt zu entfernen.

Am Samstagabend nahm die SPD Mülheim offiziell Stellung zu dem Vorfall und sprach von einer „Geschmacklosigkeit“, von der man sich „auf das Schärfste“ distanziere. Dabei erscheint es nicht einmal als gesichert, dass der möglicherweise telefonisch übermittelte Auftrag tatsächlich mit Absicht sabotiert worden wäre.

Nationalsozialismus besser als solchen bezeichnen?

Dass auch am Ende des Wortes ein Doppelmitlaut verwendet wurde, der dort nicht hingehört, lässt ebenso eine erhebliche Rechtschreibschwäche beim Bearbeiter der Bestellung als mögliche Erklärung zu. Bittere Ironie: Noch bis nach der Abwahl einer SPD-geführten Regierung in NRW im Jahr 2017 wurde dort über mehrere Jahre hinweg das „Schreiben nach Gehör“ in den ersten beiden Grundschuljahren praktiziert.

Weiter hieß es im Statement der Sozialdemokraten:

Wir werden dem Ursprung auf den Grund gehen und den Fall sehr genau prüfen. Wir entschuldigen uns ungeachtet der möglichen Ursachen in aller Form.”

In den sozialen Medien setzte sich die Häme jedoch fort. Der „Verschissmus“ trendet als Hashtag auf Twitter. „Nachvollziehbar, schließlich hat die #SPD bei weiten Teilen der Bevölkerung verschissen“, meint ein „Feuerwächter“. „Wenn man Verschissmus so weit von sich weist, dass die Rechtschreibung leidet“, höhnt „Amerigo C. Goldstein“.

Andere Social-Media-Nutzer zitieren etwa den früheren Republikaner-Chef Franz Schönhuber, der einst über linke Gegendemonstranten meinte, diese wären geistig so stark herausgefordert, dass sie nicht wüssten, ob man „Faschismus mit V oder F schreibt“.

Vereinzelt wird den Genossen geraten, den Nationalsozialismus auch als solchen zu bezeichnen und nicht, wie es sich auf der Linken einbürgerte, zum „Faschismus“ umzuetikettieren: Dies sei nicht nur historisch richtiger, sondern vermindere auch das Risiko von Fehlgriffen wie dem gegenständlichen.

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times Phone: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]