Boris Palmer, Oberbürgermeister Tübingens.Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa

Boris Palmer kritisiert Versagen bei Schutz der Pflegeheime: „Aktiv verhindert und abgelehnt“

Epoch Times22. Dezember 2020 Aktualisiert: 22. Dezember 2020 7:56

Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sieht den mangelnden Schutz der Alters- und Pflegeheime vor der zweiten Corona-Welle als schweren Fehler der Politik an. Zwar seien im Dezember verpflichtende Tests in Heimen von Bund und Ländern angeordnet worden, doch das sei viel zu spät gekommen.

Was mich ärgert, ist, dass das viele Monate nicht nur verschleppt, sondern aktiv verhindert und abgelehnt wurde“, sagte Palmer der „Südwest Presse“ (Dienstag).

Mit der Forderung nach regelmäßigen und anlasslosen Tests in Heimen seien die Tübinger Pandemiebeauftragte Lisa Federle und er „immer wieder abgeblitzt“. Daraufhin habe man beschlossen, „dass wir es auf eigene Faust machen“. Tübingen hat für seine Corona-Strategie insgesamt 500.000 Euro im städtischen Haushalt bereitgestellt und führt bereits seit September regelmäßige Tests in Heimen durch.

Wir waren mit unserem Start im September genau rechtzeitig vor der zweiten Corona-Welle dran. Flächendeckend wird es leider erst jetzt umgesetzt, wo schon viele tausend Menschen gestorben sind“, sagte Palmer weiter.

Mit den Grünen würde sich der OB eine Versöhnung wünschen – und würde sich dafür auch zurücknehmen und Fehler eingestehen. „Für das Ziel, mit meiner Partei wieder an einem Strang zu ziehen, werde ich mir das abverlangen.“

Ob er 2022 erneut zur OB-Wahl in Tübingen antreten würde, hänge unter anderem davon ab, ob es im gelinge, die Tübinger Grünen zu überzeugen, erneut mit ihm ins Rennen zu gehen. „Was wir auf den Weg gebracht haben, insbesondere das revolutionäre Klimaschutzprogramm, das Tübingen bis 2030 klimaneutral machen soll, wäre es schon wert, noch einmal durchzustarten.“ (dts/sza)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion