Easyjet hatte in Tegel einen Teil des Geschäfts der insolventen Air Berlin übernommen.Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Britische Easyjet verhandelt mit Bundesregierung über Staatshilfe

Epoch Times5. November 2020 Aktualisiert: 5. November 2020 14:10

Der britische Billigflieger Easyjet redet mit der Bundesregierung über eine signifikante Finanzhilfe. „Die Verhandlungen verlaufen konstruktiv“, sagte Konzernchef Johan Lundgren der „Wirtschaftswoche“. Dabei gehe es offenbar um mehrere hundert Millionen Euro, berichtete das Blatt. Die Summe wollte Lundgren nicht kommentieren.

Easyjet sei mit gut 1.000 Beschäftigten allein in Berlin ein großer Arbeitgeber im Land, sagte er der „Wirtschaftswoche“ weiter: „Wir haben eine große Präsenz in Deutschland, haben vor der Krise für einen gesunden Wettbewerb gesorgt und dafür viel Geld investiert. Das sollte sich im Umfang der Hilfe widerspiegeln.“

Forderung: Bund nicht nur Zuschüsse sondern auch rückzahlbare Hilfen geben

Am Freitag will die Branche mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) über Entlastungen wegen der Corona-Pandemie beraten. Der Luftfahrtkoordinator des Bundes, Thomas Jarzombek (CDU), forderte in der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag, der Bund solle künftige Hilfen für die unter der Corona-Krise notleidenden Flughäfen nicht nur als Zuschüsse geben, sondern zum Teil auch als rückzahlbare Hilfen, die eventuell in Eigentumsanteile verwandelt werden.

„Wir wollen die Infrastruktur erhalten. Aber wenn die Allgemeinheit hilft, sollte sie am Ende auch das Geld mit Zinsen zurückerhalten“, sagte Jarzombek der Zeitung. Er hält eine Mischung aus Zuschüssen und Wandelanleihen für denkbar. Bei den Anleihen würde der Staat Anteilseigner, falls das Geld nicht zurückgezahlt wird. „Das orientiert sich an der Hilfe für Lufthansa, die es auch nicht umsonst gibt“, sagte Jarzombek.

Fluggesellschaften, Flughäfen und Flugsicherung von der Corona-Krise schwer getroffen

Mit der Forderung sind laut Bericht Hilfen für die Zukunft gemeint, nicht der diskutierte Ausgleich dafür, dass die Flughäfen im Frühjahr offen blieben, obwohl sie fast kein Geschäft machten. Die Luftfahrt – Fluggesellschaften, Flughäfen und Flugsicherung – sind von der Corona-Krise schwer getroffen. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion