Bürger auf Mettnau protestieren: Einziger Spielplatz soll Flüchtlingsunterkünften weichen

Epoch Times8. March 2018 Aktualisiert: 8. März 2018 17:35
Nur ein Spielplatz auf der Halbinsel Mettnau - und der soll für Flüchtlingsunterkünfte geopfert werden. Die Anwohner wehren sich.

In der kleinen Gemeinde Radolfzell auf der Halbinsel Mettnau am Bodensee gibt es einigen Wirbel um einen – angeblich kaum genutzten – Spielplatz der Flüchtlingswohnungen weichen solle.

Zuvor hatte das Landratsamt Konstanz berechnet, dass das baden-württembergische Radolfzell verpflichtet ist, 45 Flüchtlingen und Migranten eine Unterkunft zu sichern – exklusive Familiennachzug.

„Der schwach frequentierte Spielplatz an der Strandbadstraße kann nach Einschätzung der Verwaltung aufgelöst werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage des Gemeinderates für Dienstag, berichtet der „Südkurier“.

Anwohner setzen sich zur Wehr

Für den Erhalt des Spielplatzes gründeten die Anwohner eine Interessengemeinschaft. Sie sind der Ansicht, dass der Spielplatz durchaus starken Zulauf hat, zumal er der einzige öffentliche Spielplatz auf der Mettnau ist. Alexander Gräber ist einer der Anwohner und erklärte gegenüber der Zeitung:

Im Sommer ist hier viel los, es kommen Kita-Gruppen und auch Kindergeburtstage werden hier gefeiert.“

Schließlich einigte man sich. Der Spielplatz soll bleiben, aber verkleinert werden.

Vor der Entscheidung den Spielplatz umzufunktionieren, wurden 30 Grundstücke in Augenschein genommen, um zu erörtern, inwieweit mobile Wohneinheiten für Flüchtlinge darauf errichtet werden könnten, berichtet RT.

„Vorzeigeprojekt der Integration“

Vertreter von CDU und FDP im Ort – unter ihnen auch Christof Stadler (CDU) – hatten vergeblich versucht, den Spielplatz gänzlich von der Liste der Baugrundstücke zu nehmen.

Es gibt genügend andere Plätze, wir dürfen uns den Platz nicht verbauen“, so Stadler.

Wie RT berichtet, sprach sich der CDU-Politiker Helmut Villinger gegen provisorisch errichtete Flüchtlingswohnungen aus – es könnte zu einem Dauerzustand werden.

Zuspruch gab es hingegen von einem Vertreter der Freien Wähler: Flüchtlingsunterkünfte auf einem Spielplatz  zu errichten, könne zu einem „Vorzeigeprojekt der Integration“ werden. (vm)

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