ImpfungFoto:  Martin Schutt/dpa

Bund und Länder planen 60 Corona-Impfzentren – Spahn: Es wird keine Impfpflicht geben

Epoch Times23. Oktober 2020 Aktualisiert: 23. Oktober 2020 16:02
Die Bundesregierung hat offenbar konkrete Vorbereitungen für mögliche Impfungen gegen das Coronavirus noch in diesem Jahr getroffen. Es sollen bundesweit 60 Impfzentren entstehen, heißt es.

Die Bundesregierung trifft derzeit mit den Ländern Vorbereitungen für die künftige Impfung gegen das Coronavirus. Wenn alles gut gehe, stehe ein Impfstoff Anfang kommenden Jahres zur Verfügung, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge sollen bundesweit 60 Impfzentren entstehen. Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery schlug einen Lockdown in Deutschland ab der Schwelle von 20.000 positiven Tests pro Tag vor, stieß damit aber auf Skepsis.

Laut „Bild“-Zeitung vom Freitag forderte das Bundesgesundheitsministerium in dieser Woche die Landesregierungen per Post auf, bis 10. November die Adressen von Impfzentren für den erhofften Impfstoff zu nennen. Insgesamt sollen demnach bundesweit 60 solcher Zentren entstehen. Sie seien nötig, weil der Impfstoff bei minus 78 Grad gekühlt werden müsse – vielen Arztpraxen fehlten dafür die notwendigen leistungsfähigen Kühlgeräte.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) veranschlagt für eine Impfung der Bevölkerung mindestens ein halbes Jahr Zeit. Sobald genügend Impfstoff zur Verfügung stehe, könne „in sechs, sieben Monaten ein großer Teil derjenigen, die wollen, geimpft werden“, sagte er dem „Spiegel“. Spahn bekräftigte, dass es keine Impfpflicht geben werde. An Impfstoffen gegen das neuartige Virus wird derzeit rund um den Globus unter Hochdruck gearbeitet. Weltweit befinden sich mehr als 40 Stoffe in der klinischen Erprobung.

Montgomery für Lockdown

Montgomery sagte der „Rheinischen Post“ vom Freitag, „bei 20.000 Neuinfektionen“ täglich „gerät die Lage außer Kontrolle“. Dann wäre es für Gesundheitsämter nicht mehr möglich, die Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. „Dann droht uns ein zweiter Lockdown, weil sich das Virus anders nicht mehr bremsen lässt.“

Die Sache müsse lokal und regional betrachtet werden, sagte dazu Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Kontaktnachverfolgung sei oberhalb einer gewissen Inzidenz nicht mehr machbar. Dies sei wichtiger als die Nennung einer Zahl für ganz Deutschland. „Es hat wenig Sinn, bestimmte Kennzahlen in den Raum zu werfen, die ganz Deutschland betreffen“, sagte auch ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Am Freitagmorgen hatte das Robert-Koch-Institut das zweite Mal in Folge mehr als 11.000 positive Tests in Deutschland gemeldet. Demnach wurden am Vortag 11.242 neue Fälle von den Gesundheitsämtern erfasst.

Wirbel um Reinhardt-Aussage

Für Wirbel sorgte die Aussage des Bundesärztekammer-Präsidenten Klaus Reinhardt, das Tragen vom Alltagsmasken etwa auf Marktplätzen sei „Unsinn“. Dazu sagte die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, am Freitag dem Norddeutschen Rundfunk (NDR): „Sowohl Alltagsmasken als auch chirurgische Masken schützen jeden selbst und auch andere“, die Regeln dazu seien wichtig.

In einer Erklärung vom Freitag bekannten sich Reinhardt und die Chefs der Landesärztekammern allerdings klar zum Maskentagen. „Die aktuelle Evidenz aus vielfältigen Studien spricht für einen Nutzen des Mund-Nasen-Schutzes“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. „Weder die Maßnahmen gegen die Pandemie noch die Pandemie selbst sollten bagatellisiert werden.“ Selbst wenn die statistische Gesamtsterblichkeitsrate vermutlich unter einem Prozent liege, seien die negativen Folgen der Corona-Pandemie gravierend. (afp/so)


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