Bundesregierung „bestürzt“ über Angriff auf Eritreer in Hessen

Epoch Times24. Juli 2019 Aktualisiert: 24. Juli 2019 14:48
Die Bundesregierung hat den Angriff auf einen Eritreer im hessischen Wächtersbach verurteilt. "Die Bundesregierung ist bestürzt," heißt es.

Die Bundesregierung hat den Angriff auf einen 26-jährigen Eritreer im hessischen Wächtersbach verurteilt. „Die Bundesregierung ist bestürzt über diese Tat und verurteilt sie auf das Schärfste“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin. „Das ist eine abscheuliche Tat, die nicht hingenommen werden darf.“

Die Bekämpfung rechtsextremistischer Straf- und Gewalttaten sei ein „Kernanliegen“ der Bundesregierung. „Wir nehmen diese Gefahr sehr ernst“, betonte Demmer. Die Sicherheitsbehörden arbeiteten „mit aller Kraft daran, dass alle Menschen in Deutschland in Sicherheit leben können“.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums verurteilte den Angriff ebenfalls auf das Schärfste. Er nannte zugleich die bisherige Informationslage noch nicht ausreichend, um eine abschließende Bewertung vorzunehmen. Derartige Vorfälle würden „mit höchster Sensibilität“ beobachtet, betonte der Ministeriumssprecher. Er verwies darauf, dass „wir es im rechtsextremen Spektrum mit Personen zu tun haben, die waffenaffin sind“. Im vergangenen Jahr hätten die zuständigen Behörden mehrere hundert Waffenerlaubnisse entzogen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe bereits nach dem Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke deutlich gemacht, dass er „eine klare Erwartungshaltung“ habe zu prüfen, wie Rechtsextremismus noch intensiver bekämpft werden könne, sagte der Ministeriumssprecher weiter.

Der mutmaßliche Täter, ein 55-jähriger Deutscher, hatte am Montagmittag in Wächtersbach aus einem Auto heraus auf den Eritreer geschossen und diesen schwer verletzt. Anschließend floh der Angreifer und erschoss sich selbst. Die Polizei fand bei der Durchsuchung seines Wagens und seiner Wohnung fünf Waffen, die er legal besessen haben soll. Die Ermittler gehen von einem fremdenfeindlichen Tatmotiv aus. (afp)

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