Flüchtlinge überqueren im November 2015 die Grenze von Österreich nach Deutschland.Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Bundesregierung dementiert Bericht über Zurückweisung von Asylbewerbern

Epoch Times27. März 2020 Aktualisiert: 27. März 2020 13:28
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach Information des "Focus" die Einreisebeschränkungen an den deutschen Grenzen wegen der Corona-Krise inzwischen auch auf Asylbewerber ausgedehnt.

Die Bundesregierung hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach wegen der Corona-Krise derzeit Asylbewerber an den deutschen Grenzen zurückgewiesen werden. „Es gibt keine Anweisung an die Bundespolizei, Asylbewerber an der Grenze generell zurückzuweisen“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums am Freitag in Berlin. Es werde lediglich eine „individuelle Prüfung“ vorgenommen, „inwieweit Gesundheitsmaßnahmen erforderlich sind“.

Zuvor hatte der „Focus“ berichtet, Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) habe die Einreisebeschränkungen an den deutschen Grenzen wegen der Corona-Krise auf Asylbewerber ausgedehnt. Diese müssten damit rechnen, ab sofort abgewiesen zu werden, berichtete das Magazin unter Berufung auf Regierungs- und Koalitionskreise. Über einen entsprechenden Erlass sei der Innenausschuss des Bundestags bereits am vergangenen Montag unterrichtet worden.

„Es gibt keinen Erlass, dass wir generell Asylbewerber abweisen“, sagte dazu am Freitag der Ministeriumssprecher. Er berichtete, die Einreisebeschränkungen hätten insgesamt „zu einer drastischen Reduzierung des grenzüberschreitenden Verkehrs“ geführt. Auch bei unerlaubten Einreisen sei „ein ganz starker Rückgang“ zu verzeichnen. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion