Religionsfreiheits-Bericht: Dramatische Situation für Gläubige in China

Religiöse Menschen in China werden systematisch massiven staatlichen Repressionen unterworfen, erklärt der Regierungsbeauftragte für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel im Vorwort zum neuen Bericht zur internationalen Religions- und Weltanschauungsfreiheit.
Titelbild
Falun Gong-Praktizierende müssen in einem Zwangsarbeitslager während der Propaganda-Videos zur sogenannten „Umerziehung“ anschauen. Diese wurde am 22. Mai 2001 von den Behörden organisiert.Foto: John Leicester
Epoch Times28. Oktober 2020

Die Bundesregierung sieht die Religions- und Weltanschauungsfreiheit weltweit zunehmend eingeschränkt. Das geht aus dem zweiten Bericht der Bundesregierung zu diesem Thema hervor, den am Mittwoch das Bundeskabinett billigte. Der Regierungsbeauftragte für weltweite Religionsfreiheit, Markus Grübel, erklärte, mittlerweile lebten „drei Viertel aller Menschen in einem Land, das ihre Religions- und Weltanschauungsfreiheit einschränkt“.

Es gehe hier um ein „fundamentales Menschenrecht“ betonte Grübel. „Dieses Menschenrecht wird zunehmend eingeschränkt und infrage gestellt. Und in den letzten Jahren beobachten wir, dass diese Einschränkungen weiter zunehmen.“

Christen seien als die größte Glaubensgemeinschaft weltweit besonders betroffen. „Aber auch Angehörige anderer Religionen und Weltanschauungen leiden unter Diskriminierung und Verfolgung“, erklärte Grübel.

Müller: Dramatische Situation für religiöse Menschen in China

In dem Grußwort zum neuen Bericht geht Müller auf die dramatische Situation in China ein. Er kritisiert hier eine systematische massive staatlicher Unterdrückung seitens Pekings gegenüber religiösen Menschen.

Dramatisch sei dabei die Lage der muslimischen Uiguren in Xingjiang. Aber auch die Buddhisten in Tibet, die Christen und die Falun Gong-Praktizierenden werden dort bedrängt.

Grübel fordert daher „eine unabhängige Berichterstattung zur Lage der Uiguren durch die Vereinten Nationen und einen entschlossenen Dialog der Europäischen Union mit China zu Fragen der Religions- und Weltanschauungsfreiheit“.

Als ein Beispiel für eine Religionsgemeinschaft dessen Millionen von Anhänger durch das chinesische Regime daran gehindert werden ihren Glauben nicht mehr frei ausleben zu können erwähnt der Bericht auch Falun Gong, die religiös motivierte Unterdrückung der Tibeter und die Verfolgung der Hauschristen.

Entwicklungsminister: Regierung wird stärker die Einhaltung der Menschenrechte und Religionsfreiheit fordern

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) erklärte, die Regierung werde von internationalen Partnern stärker als bisher „messbare Erfolge bei der guten Regierungsführung und der Einhaltung der Menschenrechte, wie die Religionsfreiheit“, fordern. „Wer dauerhaft keine Fortschritte zeigt, mit dem arbeiten wir von Staat zu Staat nicht einfach weiter, sondern verlagern unser Engagement auf die Stärkung der Zivilgesellschaft und das humanitäre Engagement der Kirchen.“ (afp)



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