Bundeswehr-Soldaten.Foto: David Hecker/Getty Images

Bundeswehr darf viele Waffensysteme nicht selbst reparieren – und bei Reparatur nicht zusehen

Epoch Times24. Februar 2019 Aktualisiert: 24. Februar 2019 10:13
Von insgesamt 53 Hauptwaffensystemen dürfen Mechaniker der Bundeswehr bei 20 Waffensystemen die Reparaturen nicht selber durchführen – darunter die am Eurofighter. ei 13 Waffensystemen gibt es sogar ein Anwesenheitsverbot.

Die Bundeswehr darf ihre eigenen Waffen aus rechtlichen Gründen zum Teil nicht selbst reparieren. Das geht aus einer Antwort des Bundesverteidigungsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die „Bild am Sonntag“ berichtet

Von insgesamt 53 Hauptwaffensystemen dürfen die Mechaniker der Truppe bei 20 Waffensystemen (darunter der Eurofighter der Luftwaffe und die Fregatte F125 der Marine) die Reparaturen nicht selber durchführen. Bei 13 Waffensystemen gibt es sogar ein Anwesenheitsverbot, dass Bundeswehrangehörige von den Reparaturen ausschließt.

Ein Ministeriumssprecher verteidigt diese Praxis:

Die Waffensysteme werden immer komplexer. Da ist es normal, dass da auch Komponenten dabei sind mit hochkomplexen Messverfahren oder Elektronik, bei denen der Erwerb der Eigentumsrechte für eine Instandhaltung extrem teuer wäre.“

Die Bundeswehr habe

nicht die Notwendigkeit und deshalb auch nicht Kapazitäten, um Personen für sämtliche Reparaturen an diesen High-Tech Systemen vorzuhalten“.

Matthias Höhn, Wehrexperte der Linksfraktion im Bundestag, kritisiert hingegen: „Die Bundeswehr wird von der Rüstungsindustrie mit einem Schau- und Schraubverbot vorgeführt.“ Das sei so, als dürfe man bei einem Platten am Rad „den Reifen nicht selber wechseln, nicht entscheiden, wer ihn wechselt und beim Wechsel auch nicht zusehen“. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion