Bundeswehr SoldatFoto: CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images

Bundeswehr soll bis 2024 auf knapp 200.000 Soldaten aufgestockt werden

Epoch Times21. Februar 2017 Aktualisiert: 21. Februar 2017 15:45
Bis zum Jahr 2024 soll die Stärke der deutschen Streitkräfte auf 198.000 Soldaten anwachsen, wie das Verteidigungsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Bei den Zivilbeschäftigten sei eine Aufstockung auf rund 61.400 Stellen geplant.

Angesichts wachsender Aufgaben will das Verteidigungsministerium die Zahl der Soldaten und zivilen Mitarbeiter bei der Bundeswehr weiter erhöhen. Bis zum Jahr 2024 soll die Stärke der deutschen Streitkräfte auf 198.000 Soldaten anwachsen, wie das Ministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Bei den Zivilbeschäftigten sei eine Aufstockung auf rund 61.400 Stellen geplant.

„Die Bundeswehr ist gefordert wie selten zuvor“, erklärte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Sie nannte dabei den Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die Einsätze in Mali und in Afghanistan sowie die Beteiligung an der Nato-Mission im Baltikum. Zudem werde das „Anforderungsprofil an die Truppe“ immer breiter, etwa bei der Abwehr von Gefahren aus dem Cyberraum. „Dafür brauchen wir ausreichend qualifiziertes Personal.“

Die Verteidigungsministerin hatte eine „Trendwende Personal“ ausgerufen, um die Bundeswehr von starren Obergrenzen hin zu einer flexibleren Personalplanung zu steuern. Nach jahrelangem Personalabbau seit Ende des Kalten Krieges wuchs die Stärke der deutschen Streitkräfte im vergangenen Jahr wieder. Aktuell umfasst die Bundeswehr knapp 168.000 Berufs- und Zeitsoldaten sowie knapp 10.000 Freiwillig Wehrdienstleistende.

Der bereits im vergangenen Jahr angekündigte Aufwuchs bei Soldaten und Zivilbeschäftigten soll nun noch einmal gesteigert werden: Das sogenannte Personalboard der Bundeswehr stellte am Dienstag für die kommenden sieben Jahre einen Bedarf von weiteren 5000 militärischen und tausend zivilen Posten fest. Dem jeweils im Frühjahr tagenden Gremium gehören neben von der Leyen die Staatssekretäre und andere Führungskräfte aus dem Verteidigungsministerium sowie der Generalinspekteur der Bundeswehr an.

Neben der Anwerbung neuer Rekruten setzt die Bundeswehr den Plänen zufolge vor allem auf die längere Bindung von Soldaten. So sollen Zeitsoldaten vermehrt als Berufssoldaten übernommen werden und Berufssoldaten später in den Ruhestand gehen. Das Verteidigungsministerium räumte ein, dass der „Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt um die besten Köpfe“ insbesondere im Sanitäts- und IT-Bereich weiter eine Herausforderung sei. (afp)



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