Bundeswehrsoldaten müssen Jahre auf neue Stiefel warten

Epoch Times28. August 2019 Aktualisiert: 28. August 2019 8:43

Bei der Beschaffung neuer Stiefel für die Bundeswehr gibt es offenbar enorme Verzögerungen.

Die vollständige Umsetzung des neuen Kampfschuhsystems Streitkräfte wird nach derzeitiger Planung bis zum Ende des zweiten Quartals 2022 abgeschlossen sein“, schrieb das Verteidigungsministerium an die FDP-Abgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann, wie der „Tagesspiegel“ (Mittwochsausgabe) berichtete.

Eigentlich sei geplant gewesen, dass alle Angehörigen der Streitkräfte bis Ende 2020 neue Schuhe bekommen.

Dieser „Zeitansatz“ habe sich „aufgrund begrenzter Produktionskapazitäten der Industrie“ nicht halten lassen, teilte das Ministerium der Zeitung mit.

Eine konkrete Zahl der Soldaten, die bereits über neue Stiefel verfügen, nannte eine Sprecherin demnach nicht. „Erst einige“ hätten einen vollständigen neuen Kampfschuhsatz erhalten.

In dem Schreiben an Strack-Zimmermann heißt es laut „Tagesspiegel“, gut 160.000 der knapp 183.000 Truppenangehörigen hätten ein erstes Paar des schweren Kampfschuhs bekommen – es fehle aber noch das zweite.

Nur 31.000 Soldaten besitzen leichten Kampfschuh

Nur gut 31.000 Soldaten haben demnach schon den leichten Kampfschuh. Der Wechsel vom „Ganzjahresschuh“ auf zwei Paar des schweren und ein Paar des leichten Kampfschuhs wurde seit 2016 geplant.

Es mute „grotesk“ an, dass es so lange dauere, die gesamte Truppe mit neuem Schuhwerk auszurüsten, sagte Strack-Zimmermann dem „Tagesspiegel“.

Es gehe hier schließlich nicht um Mode, sondern um eine Sicherheitsfrage.

Man stelle sich vor, Feuerwehrleute würden Brände in Pantoffeln löschen.“

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) betonte am Dienstag während ihres Antrittsbesuch beim Heer und beim Sanitätsdienst der Bundeswehr, um ihre „Bereitschaft zum Dienen“ gut umsetzen zu können, bräuchten die Soldaten „modernes und einsatzerprobtes Material“.

Die Truppe müsse „im Sinne ihrer Aufgaben“ ausgestattet werden. Dazu zähle gerade auch „die persönliche Ausstattung“ der Soldaten. (afp)

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