CDU-Bundestagsabgeordnete verlangt sofortiges Lockdown-Ende

Epoch Times8. April 2020 Aktualisiert: 8. April 2020 15:09

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Saskia Ludwig stellt sich in der Corona-Krise gegen den Kurs der Bundesregierung. „Mindestens Grundschulen und Kindergärten und Kindertagesstätten müssen wieder geöffnet werden“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch. „Nur so können Arbeitnehmer und Unternehmen wieder voll ihrer Arbeit nachgehen und die notwendigen wirtschaftlichen Impulse schaffen.“

Die Regeln zum Abstand zwischen einzelnen Menschen müssten zwar beibehalten werden, sagte die Politikerin, die auch im Brandenburger Landtag sitzt. Dann aber gebe es „keinen Grund, an Einschränkungen der Bewegungsfreiheit festzuhalten“.

Ludwig verlangte in diesem Zusammenhang die „sofortige Aufhebung aller Bewegungs- und Reiseverbote“. Solch einschneidenden Beschränkungen der Grundrechte fehle es an „jeglicher Grundlage“.

„Was bisher geschehen ist, war teuer“, sagte die Abgeordnete zu den Maßnahmen. „Was nun kommt, wird unbezahlbar, wenn wir es nicht schaffen, sinnvolle und effektive Maßnahmen gezielt zu verhängen, sondern weiter die Verbotskeule bundesweit schwingen.“

Ludwig schlug eine „Klassifizierung“ von Corona-Risikogruppen vor, für die dann besondere Regeln gelten sollten. So solle es etwa für Menschen mit Vorerkrankungen und solche über 60 Jahren „spezielle Öffnungszeiten in allen Geschäften“ geben.

Ludwig widerspricht mit ihrem Vorstoß der bisherigen Linie der Regierung, über eine Lockerung der Maßnahmen frühestens in der kommenden Woche zu sprechen. Am Dienstag beraten dazu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. (afp)

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