Begrüßung per Handschlag, keine einfache Angelegenheit mehr seit der Migrantenkrise (Hier: Francois Holland und Angela Merkel)Foto: ALAIN JOCARD/AFP/Getty Images

CDU-Politikerin als „Nazischlampe“ beschimpft: Morddrohungen wegen Flüchtlingserfahrung auf Facebook

Epoch Times2. Oktober 2015 Aktualisiert: 2. Oktober 2015 17:49
Eine Immobilienmaklerin in Bad Kreuznach erlebt den Wert einer Frau in den Augen syrischer Flüchtlinge. Als sie ihr Erlebnis auf Facebook schildert, erhält sie mehrere Morddrohungen.

Aline Kern ist Immobilienmaklerin und Vorstandsmitglied der Bad Kreuznacher CDU. Als sie im Internet eine preiswerte Vier-Zimmer-Wohnung anbietet, bekommt sie u.a. auch einen Anruf in gebrochenem Deutsch. Sie wird gefragt, ob die Wohnung für eine fünfköpfige syrische Flüchtlingsfamilie geeignet sei. Alina Kern weiß, in welch schlimmer Lage sich derzeit Flüchtlingsfamilien befinden und will helfen. Sie macht einen Termin zur Besichtigung, obgleich sie weiß, dass nicht jeder, der sich als Syrer ausgibt heuer wirklich einer ist. Viele geben sich als Syrer aus, weil sie sich so bessere Chancen erhoffen, berichtete die "Welt".

Kein Händeschütteln für blonde deutsche Frau

Vor dem Gebäude, in dem die Wohnung sich befindet, trafen die Parteien zusammen: Die Maklerin, der Vermittler und die offenbar syrische Familie, bestehend aus einer verschleierten Frau, drei Kindern und zwei Männern in den 30ern. Doch damit hatte Aline Kern nicht gerechnet: Umgehend brach eine hitzige Diskussion unter den Männern aus. Zur Wohnungsbesichtigung kam es dann auch nicht, denn: "Dann teilte mir derjenige, der ein bisschen Deutsch konnte, mit, dass kein Interesse an einer Besichtigung bestehe, weil ich eine Frau und blond sei und weil ich den Männern in die Augen geschaut hätte. Das gehöre sich nicht. Meine Firma solle einen Mann vorbeischicken", so die Maklerin. Alina Kern brach daraufhin das Treffen ab. "Mich hat das ziemlich mitgenommen, ich war richtig geknickt. Man möchte helfen und wird dann im eigenen Land als unerwünscht weggeschickt" fasst sie ihre aufgewühlte Gefühlslage zusammen.

Facebook-Beschimpfungen und Morddrohungen von Deutschen

Am Abend erzählte sie ihre Geschichte in einer Facebook-Gruppe. Der nächste Schock kam für die 33-Jährige unerwartet. Sie wurde massiv beschimpft, von Deutschen, erhielt sogar zwei Morddrohungen, von Deutschen, wurde als "Nazischlampe" bezeichnet, schreibt die "Welt" weiter. Andere warfen ihr vor, sie wolle die Flüchtlinge im Wahlkampf missbrauchen. Offenbar hatten die Leute in Google Nachforschungen über sie angestellt und bemerkt, dass sie CDU-Politikerin ist. Ob es sich dabei um User aus der linken Szene handelte ist bisher nicht bekannt.

Imam verweigerte Handschlag mit NRW-CDU-Chefin

Erst vor zwei Wochen hatte eine Bad Kreuznacher Parteikollegin von Aline Kern, die CDU-Vorsitzende von Rheinland-Pfalz Julia Klöckner ein ähnliches Erlebnis. Sie besuchte zu diesem Zeitpunkt eine THW-Unterkunft in Idar-Oberstein für 200 Flüchtlinge. Auch die naheliegende islamische Gemeinde habe sich im Zusammenhang mit den Flüchtlingen engagiert, so Mitarbeiter des Hilfswerks. Der Imam der Moschee ließ ihr aber durch das THW mitteilen, dass sie kommen könnten, aber er ihr nicht die Hand reichen werde. Klöckner verzichtete auf den Besuch.

Die "Bild" zitierte Klöckner später: "Nicht das liberale Deutschland muss sich ändern, sonern manche Zuwanderer." Weiterhin verwies die CDU-Politikerin auf das Grundgesetz: "Wer sich auf Artikel 16 beruft, muss auch die anderen 145 Artikel akzeptieren", so Klöckner gegenüber der Zeitung und sie resümiert, dass man das Denken, das hinter der Verweigerung eines Handschlags an Frauen stecke, "nicht hinnehmen" könne. Sie fordert jetzt ein Gesetz zur Integrationspflicht für Flüchtlinge.

Einige islamische Richtungen vertreten die Ansicht, dass durch die Berührung einer nicht familiären Person des anderen Geschlechts die rituelle Reinheit gebrochen wird, die Voraussetzung zur Verrichtung des islamischen Pflichtgebetes ist. Außerdem soll dabei aber auch einer möglichen körperlichen, aber auch schon im Ansatz gedanklichen Versuchung entgegengewirkt werden, die mit einfachen Berührungen, z.B. der Hände, beginnen könnte. Aus dieser Sicht würde das Nichtgeben der Hand nicht aus mangelndem Respekt oder Mißachtung der Frau bestehen, sondern aus eben o.g. Gründen und für Frauen und Männer gleichwohl gelte. 

Doch was ist mit den "Ungläubigen"

In den Suren des Korans ist zu finden: "O ihr, die ihr glaubt! Nehmt nicht Juden und Christen zu Freunden. Sie nehmen einander zu Freunden. Wer von euch sie zu Freunden nimmt, siehe, der ist einer von ihnen (Sure 5,51)". Daraus kann man deutlich erkenne, dass die sogenannten Ungläubigen nicht als Gleichberechtigte, sondern als Minderwertige angesehen werden. In weiteren Auslegungen wird dem gläubigen Moslem im Falle von Gefahr und Überlegenheit der Ungläubigen eine scheinbare Freundschaft einzugehen, die jedoch nur äußerlich und vorgetäuscht und nicht von Herzen sei. In wie weit heutige westlich orientierte Muslime solche Sachen beurteilen, liegt vielleicht an der Person direkt. Viele westliche Menschen sind Christen, praktizieren die Religion aber nicht wirklich.

In dem nachfolgenden Video finden wir eine kurze Exkursion in die für streng gläubige Muslime wichtige Wahl der Hand für die gleichgeschlechtliche Begrüßung von Gläubigen und Ungläubigen.

https://youtube.com/watch?v=QJZ6DowpArk

Das wirkt für empfindsame Menschen äußerst verletzend und demütigend. Die linke, die "schmutzige" Hand für die Ungläubigen und für die Reinigung nach der Toilette. Wobei der "Gläubige" natürlich nicht weiß, ob sein "ungläubiger" Gegenüber Rechts- oder Linkshänder ist. (sm)


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