Im Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin.Foto: Gregor Fischer/dpa

CDU: Ralph Brinkhaus kündigt offiziell Kandidatur gegen Volker Kauder an

Epoch Times6. September 2018 Aktualisiert: 6. September 2018 19:23
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus kündigte offiziell an, sich um das Amt des Fraktionsvorsitzenden zu bewerben.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) muss sein Amt Ende des Monats in einer Kampfkandidatur verteidigen. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus (CDU) hat am Donnerstag in der Klausur der CDU/CSU-Fraktionsspitze seine Kandidatur bei der Wahl am 25. September offiziell angekündigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen.

Zuvor hatte Kauder, der als enger Vertrauter von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel gilt, nach diesen Informationen erklärt, dass er sich erneut um den Fraktionsvorsitz bewerben werde. Merkel habe Kauder ihre Unterstützung zugesagt. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erklärte demnach, dass der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer Kauders Kandidatur ebenfalls unterstützen werde.

Brinkhaus hatte dem Nachrichtenmagazin „Focus“ gesagt, er wolle in der Fraktionssitzung am kommenden Montag seine Pläne vorstellen, wie er die Fraktion führen wolle. „Ich glaube, die Fraktion braucht einige neue Impulse, um die kommenden drei Jahre erfolgreich zu gestalten“, sagte er.

Eines der Ziele von Brinkhaus sei es, eine stärkere Unabhängigkeit der Unionsfraktion gegenüber Kanzleramt und CDU-Spitze herzustellen, schrieb „Focus“ weiter. „Ich sehe mich als Brückenbauer, wenn es in der Fraktion unterschiedliche Meinungen gibt“, sagte Brinkhaus dem Magazin.

Kauder ist seit dem 21. November 2005 Vorsitzender der Unionsfraktion – so lange wie Merkel bereits Kanzlerin ist. Bislang musste er sich bei einer Wiederwahl noch nie einer Kampfkandidatur stellen. Der Westfale Brinkhaus sitzt seit 2009 im Bundestag und ist seit 2016 stellvertretender Vorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU. Sein eigener CDU-Landesverband Nordrhein-Westfalen versagt ihm bislang die Unterstützung bei der Kandidatur gegen Kauder. (dpa)



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