Chemnitz: Stadtfest wegen „drohender Eskalation“ abgebrochen – Massenschlägerei bereits am Freitag – Frauen erzählen vom Fest

Epoch Times28. August 2017 Aktualisiert: 27. August 2018 19:10
Medienberichten zufolge wurde das Chemnitzer Stadtfest "wegen einer drohenden Eskalation" abgebrochen. Die Veranstalter dementieren diese Wortwahl. Tatsächlich ist es aber zu Schlägereien mit Körperverletzungen, Bedrohungen, Sachbeschädigung sowie auch zu zahlreichen Diebstählen gekommen. Frauen und Mädchen berichten von ihren Erlebnissen ...

Das Stadtfest in Chemnitz wurde angeblich „wegen einer drohenden Eskalation“ abgebrochen. So heißt es in einem Bericht von „TAG24“. „Offenbar drohte die Stimmung zu kippen“, schreibt die Zeitung.

Bereits am Freitag habe es eine Massenschlägerei mit rund 100 Beteiligten gegeben, so „TAG24“. Einsatzschwerpunkt war die Brückenstraße:

Hier kam es an allen drei Tagen, vor allem in den Abend- und Nachtstunden an Freitag und Samstag, wiederholt zu Streitereien, die zum Teil mit tätlichen Auseinandersetzungen endeten. Es handelte sich vorwiegend um unter Alkoholeinfluss begangene Körperverletzungsdelikte zwischen verschiedenen Personengruppen unterschiedlicher Nationalitäten.“

(Polizei Chemnitz)

Bereits am Freitagabend wurden 13 Personen verletzt, eine musste gar ins Krankenhaus gebracht werden.

Notbremse verhinderte Schlimmeres

Auch am Samstag ging es hitzig weiter, die Situation drohte zu eskalieren, das Bühnenprogramm wurde unterbrochen. Wie das Blatt schreibt, wurden als Täter überwiegend Ausländer und Asylbewerber beschrieben, u.a. aus Libyen und Syrien. Vereinzelt seien auch Deutsche beteiligt gewesen. Die Polizei war mit 200 Beamten vor Ort.

Gegen 0.30 Uhr war es dann soweit:

Es gab eine Situation, wo wir entschieden haben, die Sache zu beenden.“

(Sören Uhle, CWE, Stadtfestorganisator)

Offenbar konnten Veranstalter und Polizei gerade noch rechtzeitig die Notbremse ziehen, „bevor die explosive Mischung hochgehen konnte“, schreibt „TAG24“ in einem Überblick. Mehr als 100 Platzverweise muste die Polizei aussprechen, um die Lage zu deeskalieren. Polizeisprecherin Jana Kindt sagte es so:

Durch die gute Zusammenarbeit von Veranstalter, Sicherheitsdienst und uns konnte Schlimmeres verhindert werden.“

(Polizeisprecherin)

Ein Bühnenmitarbeiter sagte dem MDR Sachsen, dass er in 25 Jahren Berufspraxis noch nie erlebt hatte, dass ein Programm vorzeitig abgebrochen werden musste. Doch die Lage sei permanent angespannt gewesen. Fünf Minuten vor dem Abbruch versuchte der Bühnenmoderator offenbar noch, die Veranstaltung über die  Zeit zu retten: „Wir wollen doch alle friedlich feiern“, erinnert sich der Beschallungstechniker gegenüber dem MDR.

Insgesamt zählte die Polizei bis Sonntagabend 27 Straftaten, wovon die meisten Körperverletzungen (14) waren. Diebstähle gab es insgesamt sieben. In einem Fall wurde eine sexuelle Belästigung verzeichnet, zweimal wurde bedroht, einmal waren Drogen am Werk und einmal Widerstand gegen die Polizei.

Doch offenbar waren sich die jungen Asylbewerber am Rande des Festes auch nicht ganz einig.

Was Frauen und Mädchen erzählen

Josefine S., aus Chemnitz, berichtet:

Ich möchte wirklich mal etwas loswerden hier. Man kann als junge Frau/Mädchen NICHT aufs Chemnitzer Stadtfest! Ich bin total fertig. Ein wahrscheinlicher Flüchtling hat mich fast bis nach Hause verfolgt/gestalked/halb belästigt. Ich habe noch nie so eine Angst gehabt.“

Eine andere junge Frau antwortet: „…  die Erfahrung musste ich mit meiner Freundin in Chemnitz leider auch schon machen. Seitdem meide ich die Chemnitzer Innenstadt so gut es geht.“

Das hatten wohl auch schon ältere Damen erlebt: Karla F. konnte auch etwas dazu sagen: „Mir ist es 3mal auf dem Heimweg passiert das ich angesprochen wurde ob ich Sex will ich habe ihm gesagt nein ich verwirrt erstmal ich sagte er soll in den puff gehen er meinte 30 Euro sind zu teuer er hat nicht das Geld er hat hier niemand er 23 und ich 56 alte Frau sagte ich habe notknopf gedrückt Polizei sei gleich da dann verschwand er zum Glück …“

Eine andere Frau, Nancy B., berichtete vom Beginn der Rangeleien vom Freitag: Demnach hätten ausländische Jugendliche ältere Frauen beleidigt und geschubst. Schnell bildeten sich zwei Fronten …

Veranstalter haben nicht „kapituliert“

Am Samstag sei dann die Musik auf der Bühne Brückenstraße ausgegangen. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich der Zeitung zufolge rund 4.000 Besucher vor der Bühne, „darunter viele Ausländer“, sagte Uhle dem Blatt.

Auf der Facebook-Seite des Chemnitzer Stadtfest heißt es:

Am Samstag Abend gegen 0:30 Uhr wurde die Musik auf der Bühne Brückenstraße zunächst heruntergefahren, um auf eine Situation im Bereich der Bühne beruhigend einzuwirken, welche sich auch schnell wieder entspannte.“

Und: „Da auf dem Chemnitzer Stadtfest generell alle Bühnen nur bis 1:00 Uhr bespielt werden, hatte die Wiederaufnahme des Programms in der Brückenstraße zeitlich bedingt keinen Sinn mehr gemacht.“

Zudem heißt es, dass das Stadtfest weder „abgebrochen“ wurde, noch hätten die Veranstalter  „vor einer befürchteten Massenschlägerei kapituliert“.
  (so/sm)

 

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