Christenverfolgung durch Islamisten in Asylheimen: Arabische Sicherheitsdienste sehen zu

Berliner Flüchtlingsheime würden sich oft unter der Kontrolle arabischer Sicherheitsdienste befinden, wodurch muslimische Flüchtlinge mehr Vorteile hätten als christliche. Die Sicherheitsleute gehörten meist zu Großfamilien und wären auch befähigt Wohnungen zu verteilen. Dadurch hätten "besonders Christen die Arschkarte gezogen", berichtet ein Deutschlehrer der "Welt" von seinen Erfahrungen in zwei Berliner Flüchtlingsheimen. 

Christen müssten demnach ihre religiösen Symbole wie Kreuze verstecken, da sie von den Securitys oftmals "dermaßen vernichtende Blick" bekämen und sich fürchteten, so der Lehrer.

Es gebe zwar Aslyheime wo Vorgesetzte versuchten den Islamisten etwas entgegenzusetzen, aber das geschehe lange nicht in allen betroffenen Heimen. 

In einer Unterkunft seien die von Vergewaltigung traumatisierten Jesidinnen, die sich vor Sicherheitsmännern mit Salafistenbart und islamistischen Flüchtlingen fürchteten, in psychologische Behandlung und andere Heime untergebracht worden. Doch in anderen Lagern würde nichts unternommen. 

"Der Heimleiter hat keinerlei Autorität, die muslimischen Sicherheitsleute beherrschen das Heim," erzählt der Lehrer über eine der Flüchtlingsunterkünfte in der er arbeitet. 

Weiters sagt er der "Welt", dass Christen ihren Glauben versteckten um nicht diskriminiert zu werden. Auch wenn es zu Unterdrückung käme, würden die Betroffenen dies aus Angst vor weiterer Repression oft nicht bei der Heimleitung melden.

Umstrittene Studie  

Die christliche Menschenrechtsorganisation Open Doors versuchte unlängst mittels einer Studie herauszufinden wieviele christliche Flüchtlinge von Unterdrückung in deutschen Heimen betroffen sind. Laut "Welt" war das Ergebnis: 88 Prozent der befragten Christen hätten in ihren Unterkünften Verfolgung erlitten, 49 Prozent würden durch Wachpersonal drangsaliert, 37 Prozent hätten körperliche Gewalt erfahren.

Der Leiter der Organisation, Markus Rode, sagte zu der Zeitung, man habe eine Erhebung mittels eines Fragebogens gemacht, innerhalb von acht Wochen 231 Rückläufe erhalten und diese ausgewertet.

Doch die Recherchen der Menschenrechtsorganisation stoßen auf Kritik: Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete, hätte die Untersuchung große Schwächen. Der Schluss, fast alle christlichen Flüchtlinge würden negative Erfahrungen machen und mitten in Deutschland gebe es eine "systematische Verfolgung", lässt sich aus der Befragung nicht ziehen. Dafür wären zu wenige Fälle mit einer starken regionalen Konzentrierung bekannt. Außerdem blieb es oft auch fraglich, ob die Übergriffe tatsächlich aus christenfeindlichen Motiven verübt würden.

"Die Hürden, die wir bei der Befragung nehmen mussten, wie Sprache, Kultur und besonders die Angst der Flüchtlinge, ihre Situation zu schildern, haben wir in der Erhebung benannt", sagte Rode über die Untersuchung. Seine Organisation habe bei der Veröffentlichung die regionale Häufung der eingehenden Berichte – die keine Rückschlüsse über das Ausmaß der Übergriffe pro Bundesland zulassen – offen kommuniziert.

Darüber hinaus habe die Organisation auch bekannt gegeben, dass die Fragebögen über Vertrauenspersonen der Flüchtlinge eingereicht wurden. "Wir sind, um das Problem zu erfassen, auf Vertrauensleute angewiesen. Wenn Sie als Christ unter 100 Muslimen in einer Unterkunft beleidigt, bedroht oder geschlagen werden, gehen Sie ein Risiko ein, wenn Sie mit Namen und Wohnort Ihre Erfahrungen berichten," so Rode zur "Welt".

Die Betroffenen wollten über ihre Erfahrungen auch nur anonym berichten, da es für bedrohte Christ zu bitteren Konsequenzen kommen könnte, würden ihre muslimischen Mitbewohner davon erfahren, sagte Rode. 

"Die muslimischen Mitbewohner sagen sich, nun hauen wir ihn erst recht in die Pfanne, die Heimleitung ist sauer, weil sie denkt, ihr Ruf sollte beschädigt werden, und sein Asylverfahren kann eine Macke bekommen." Deswegen redeten "viele Christen, die in fast allen Heimen eine kleine Minderheit sind, selten über ihre Erfahrungen".

"Politik an Missständen verantwortlich" 

Die Situation in den Flüchtlingsheimen sei von der Politik zu verantworten meint Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, die an der Vorstellung der Open-Doors-Erhebung beteiligt war, so die "Welt". Es gebe "unter den Flüchtlingen viele fundamentalistisch eingestellte Sunniten, die allen religiösen Minderheiten Probleme" bereiteten, beklagt Lessenthin. Doch von staatlicher Seite würde weder informiert noch würden die zuständigen Politiker handeln. 

Die radikalen Islamisten würden in den Asyllagern alle Andersgläubigen unterdrücken. "Viele Übergriffe durch fundamentalistische Muslime kommen nicht heraus, weil das Wachpersonal häufig aus unqualifizierten strenggläubigen Muslimen besteht," so Rode, Leiter der Organisation Open Doors, weiter. 

Aus der Evangelisch-Lutherischen Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin-Steglitz seien demnach die meisten Berichte über christenfeindliche Vorfälle in die Open-Doors-Studie eingegangen. Dort gebe es schon seit langem Übergriffe auf christliche Gläubige. Doch den Christen werde oft nicht geglaubt, dass sie von radikalen Islamisten unterdrückt würden.

Bei einem Fall wäre es sogar so gewesen, dass der Heimleitung mittgeteilt wurde, dass ein christliches Ehepaar von Islamisten verfolgt werde, doch von seiten der Leitung habe es geheißen, diese Vorwürfe seien "zu hundert Prozent aus der Luft gegriffen". Laut "Welt" ermittele in diesem "aus der Luft gegriffen" Fall nun der Staatsschutz. (so) 

Quelle: https://www.epochtimes.de/politik/deutschland/christenverfolgung-durch-islamisten-in-asylheimen-arabische-sicherheitsdienste-sehen-zu-a1332274.html