Christian Wulff: „Flüchtlingszuzug ist ein Glücksfall für die Geschichte“

Epoch Times19. Juni 2019 Aktualisiert: 19. Juni 2019 13:00
"Die Chancen sind groß, dass der Flüchtlingszuzug zu einem Glücksfall der deutschen Geschichte wird", sagt der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff. Und auch: Die Lage im Land sei viel besser als die oft verbreitete schlechte Stimmung.

Nach Ansicht des ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff wird sich der große Zuzug von Flüchtlingen nach Deutschland zu einem ähnlichen Glücksfall entwickeln wie die deutsche Einheit.

In Hannover sagte er am Dienstag anlässlich seines 60. Geburtstags bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung:

Die Chancen sind groß, dass der Flüchtlingszuzug zu einem Glücksfall der deutschen Geschichte wird.“

Demnach wird Deutschland in einigen Jahren auf den „Flüchtlingszuzug als einen großen Moment seiner Geschichte zurückblicken“, wie der „Focus“ schreibt. Probleme, die es sowohl bei der deutschen Einheit als auch bei der Aufnahme der Flüchtlinge gegeben habe, stünden dem nicht im Wege.

Christian Wulff gewann 2003 und 2008 die Wahlen in Niedersachsen und wurde Ministerpräsident von Niedersachsen. In seiner zweiten Amtszeit wurde er als bislang jüngster Amtsinhaber zum Bundespräsidenten gewählt. Vor allem sein Satz „[…] der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ aus seiner Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 in Bremen wurde zum historischen Statement:

Das Christentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Das ist unsere christlich-jüdische Geschichte. Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

2012 trat er nach einer Anklage wegen Vorteilsnahme zurück, seine CDU-Mitgliedschaft ruht auf eigenen Wunsch.

In Hannover forderte er weiterhin eine „klare Abgrenzung von rechten Stimmungsmachern. Die demokratischen Parteien müssten viel klarer und selbstbewusster auftreten und sich Apokalyptikern und Fake-News-Produzenten deutlich entgegenstellen“, wie der „Focus“ schreibt. Nach Wulff ist die Lage im Land viel besser als die oftmals verbreitete schlechte Stimmung. (ks)

 

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