CIAir – Die Lösung? Neuartiger Asphalt soll Luftbelastung senken

Epoch Times16. April 2019 Aktualisiert: 16. April 2019 15:39
In Stuttgart wurde ein Spezial-Asphalt vorgestellt, der Luft und Ohren weniger belastet. Ein spezielles Granulat darin enthält Titandioxid, das helfen soll, giftige Stickoxide aus der Luft abzubauen und in unschädliche Nitrate umzuwandeln.

Ein neuartiger Werkstoff soll dafür sorgen, dass Luft und Ohren weniger belastet werden. Der entsprechende Spezial-Asphalt ist am Montag in Stuttgart vorgestellt und verlegt worden. Er besticht durch ein photokatalytisches Granulat und eine lärmmindernde Textur. So sollen Reifengeräusche von Autos abgemildert werden.

Ein spezielles Granulat wiederum enthält Titandioxid, das helfen soll, giftige Stickoxide aus der Luft abzubauen und in unschädliche Nitrate umzuwandeln. ClAir heißt der neue Straßenbelag, mit dessen Hilfe möglicherweise Fahrverbote obsolet gemacht werden können. „Wir sind zuversichtlich, dass deshalb dieser Belag an dieser Stelle eine sehr geeignete Lösung darstellt“, sagte der Chef des Stuttgarter Tiefbauamtes, Wolfgang Schanz.

Dafür hat er allen Grund. „Wir gehen davon aus, dass er bis zu 30 Prozent Stickoxide abbauen kann“, sagte Peter Hübner, Vorstandsmitglied der Strabag AG, die den umweltfreundlichen Straßenbelag entwickelt hat. Wenn die Werte, die Strabag vorlegt, verifiziert werden können, ist es gut möglich, dass es bei dem Pilotprojekt nicht bleibt, sagt Strabag-Vorstand Hübner. Er hofft, „es auch wirklich in Serie geht und dass andere Kommunen Interesse daran haben.“

Ab 1. April gilt in Stuttgart ein Fahrverbot für ältere Diesel-Fahrzeuge (bis Norm Euro 4/IV) auch für die Stadtbewohner. Davon ausgenommen sind der Lieferverkehr, Ordnungskräfte und Rettungsdienste. Nach Genehmigung können auch in einigen Spezialfällen Diesel-Autos noch fahren, zum Beispiel zum Transport kleiner Kinder.

Zur Jahresmitte soll geprüft werden, ob das Fahrverbot auch für neuere Diesel der Abgasnorm Euro 5/V verhängt werden muss, weil andere Maßnahmen die Stickoxid-Belastung nicht genug senkten.(reuters)

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