Comdirect Bank bestätigt: Abschaffung des TAN-Codes ist nicht Schuld an den Störungen

Epoch Times12. August 2014 Aktualisiert: 12. August 2014 18:20

Im Juli schaffte die Direktbank Comdirect beim Onlinebanking für Überweisungen den TAN ab. Seitdem könne Kunden ohne die TAN-Nummer bis zu einem Betrag von 1000 Euro am Tag überweisen, berichtete Focus.de.

Heute, Dienstag, ist die Comdirect Bank für tausende Kunden nicht erreichbar. Seit dem Vormittag ist kein Zugang möglich. "Es kann vereinzelt zu Einschränkungen beim Login kommen", teilte die Bank in einer kurzen Erklärung mit.

Tatsächlich meldeten sich aber aus dem ganzen Bundesgebiet Bankkunden, die keinen Zugang mehr hatten. Durch die technischen Probleme im Internet war auch die Hotline überlastet und teilweise für viele Anrufer nicht erreichbar.

Hat das nicht erreichen der Konten etwas mit den abgeschafften TAN-Codes zu tun?

Die heutige Störung steht laut Aussage der ComDirect-Bank in keinem Zusammenhang mit der Abschaffung der TANs. Die Störung hat Kunden betroffen, die als Internetprovider die Deutsche Telekom nutzen oder einen Internet-Provider, der das Netz der Deutschen Telekom verwendet, lautet ein Kommentar der ComDirect-Bank gegenüber der Epoch Times Deutschland. Der Deutschen Telekom zufolge, trat die Störung auch bei anderen Webseiten auf. Seit ca. 18:00 Uhr ist das Problem behoben und den Kunden stünden zusätzlich jederzeit die Kollegen des telefonischen Kundenservices zur Verfügung, so die Bank.

Vereinfachte Überweisung durch Abschaffung des TAN-Verfahrens  

Die Comdirect lockerte ihr Verfahren für Web-Überweisungen in bestimmten Fällen. "Ab sofort können Sie bei Überweisungen bis zu einem Betrag von 1.000 Euro täglich ganz bequem auf die TAN-Eingabe verzichten", teilte die Direktbank Comdirect im Juli mit. Eine Transaktionsnummer (TAN) ist für die Transaktionen nun nicht mehr nötig.

Die Comdirect sagte im Interview mit Focus Online, "dass das neue vereinfachte Überweisungsverfahren nur eingeschränkt gelte: Zum einen sei der Überweisungsbetrag ohne TAN auf 1000 Euro täglich beschränkt. Außerdem seien nur Überweisungen auf eigene Konten, also vom Girokonto auf das eigene Tagesgeldkonto oder ein externes Referenzkonto desselben Inhabers möglich."

Das heißt, dass ein Dieb zunächst das Auszahlungskonto ändern müsste um an das Geld zu kommen. Um solche Änderungen durchführen zu können, verlangt die Comdirect jedoch nach wie vor eine TAN Nummer. 

"Profitieren Sie von unserem Service, ganz ohne zusätzliches Risiko", schreibt die Direktbank in der Online-Mitteilung. "Denn selbstverständlich sind Sie auch weiterhin durch unser ‚Bei-uns-sind-Sie-sicher-Versprechen‘ geschützt."

Falls ein Schaden durch unrechtmäßige Transaktionen entstehen würde, werde der Betrag von der Bank ersetzt, hieß es zum damaligen Zeitpunkt.

Bislang ist nicht bekannt warum die Bankkunden nicht auf ihre Konten zugreifen können und ob Hacker etwas mit dem Vorfall zu tun haben. (dpa/so)

Quellenverweis: 

www.focus.de

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