Während der Demonstration am 29. August 2020 in Berlin, bei der Claudio Siber (Grüne) sprach.Foto: Omer Messinger/Getty Images

Corona-Demo in Berlin: Protestforscher ruft zum Dialog mit Protest-Teilnehmern auf

Epoch Times2. September 2020 Aktualisiert: 2. September 2020 21:24

Der Protestforscher Dieter Rucht appelliert an die Politik, den Dialog mit Menschen zu suchen, die auf Corona-Demos protestieren. „Mehr als die Hälfte“ derer, die zu Corona-Demos gehen, seien seiner Einschätzung nach „Mitläufer“, sagte Rucht dem Nachrichtenportal Watson.

Er ergänzte, dies seien Menschen, die „bestimmte Corona-Maßnahmen ablehnen, die sagen: Da ist doch was dran an der Kritik an Angela Merkel und an den sich teilweise widersprechenden Fachleuten. Die Gruppe sollte man nicht denunzieren oder als Spinner oder Rechtsradikale abtun. Man sollte versuchen, mit ihnen ernsthaft ins Gespräch zu kommen“, so Rucht.

Es gebe aber auch einen Teil der Demonstranten, die mit „völlig skurrilen Verschwörungserzählungen“ daherkämen. Bei diesen Menschen bleibe „nicht viel mehr als Achselzucken“. Rucht war am Samstag selbst auf Corona-Demos in Berlin unterwegs, beobachtete dort die Demonstranten und sprach mit einigen von ihnen.

„Rechte Gruppen waren optisch klar in der Minderheit. Aber ihr Auftreten war bemerkenswert“, so Rucht. Ihnen sei es auf dieser Demo gelungen, sich fast nahtlos an die anderen Protestierenden anzuschließen. „Die Rechten haben sich da bewegt wie der Fisch im Wasser.“

Er habe inzwischen „in einem Punkt“ seine Meinung geändert, sagte Rucht weiter. Er sei mittlerweile der Ansicht, dass die Ablehnung der Maßnahmen gegen das Coronavirus inzwischen nicht mehr der einzige Kitt der Bewegung sei. Er sagte dazu: „Diese generalisierte Unzufriedenheit, diese Denkfigur des Widerstandes, hat ein großes Potenzial. Das kann auch zu anderen Anlässen wieder in Proteste münden.“

Anlässe wie ein Terroranschlag oder eine krasse politische Fehlentscheidung könnten die selbsternannten „Widerständler“ wieder mobilisieren, so Rucht. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion