Cottbus: Harte Konsequenzen nach Messer-Attacke auf Ehepaar – Junger Syrer muss Stadt verlassen

Drei junge Syrer attackierten ein Ehepaar in Cottbus. Die Frau hatte ihnen keinen Vorrang beim Betreten eines Einkaufszentrums gemacht und ihnen keinen Respekt gezollt. Ein mutiger Passant verhinderte das Schlimmste ...

Die Ausländerbehörde werde eine negative Wohnsitzauflage erteilen, sagte ein Sprecher der Stadt Cottbus am Dienstag. Dies bedeutet für einen jungen Syrer und seinen Vater, dass sie Cottbus und den Spree-Neiße-Kreis verlassen müssen, und geht auf eine Beratung zwischen Oberbürgermeister Holger Kelch (CDU), den zuständigen städtischen Dienststellen und der Polizei zurück.


Der davon betroffene minderjährige Syrer hatte zusammen mit zwei weiteren jungen syrischen Flüchtlingen ein Ehepaar vor einem Einkaufszentrum attackiert, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Seinen beiden „Kollegen“ wurde eine Gefährderansprache gehalten und sie auf mögliche Konsequenzen bei weiteren Rechtsbrüchen hingewiesen.

Sicherheit gewährleisten: Stadt rüstet auf

Die Sicherheit und der soziale Frieden müssen in der Stadt gewährleistet sein.“

(Jan Gloßmann, Stadtsprecher)

Zudem würden die gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt nun verstärkt. Auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich besorgt und kündigte erhöhte Polizeipräsenz an, damit „sich die Menschen in dieser Stadt weiter sicher fühlen können“, so Woidke zum „RBB“.

Frau (43) sollte Respekt erweisen

Die jungen Flüchtlinge im Alter von 14, 15 und 17 Jahren forderten am Freitag von einer 43-jährigen Frau, dass sie ihnen am Eingang des Cottbuser Einkaufszentrums Blechen-Carré den Vortritt lassen und ihnen Respekt zollen soll.

Dies lehnte die Frau ab, worauf die Jugendlichen ihren Ehemann (51) angriffen und versuchten zu Fall zu bringen, wobei der Dritte im Bunde sein Messer zog. Ein beherzter Passant griff daraufhin helfend ein.

Der Mann hat durch seine couragierte Hilfe Schlimmeres verhindert.“

(Ines Flohn, Polizeisprecherin)

Schnell waren auch ein paar alarmierte Wachmänner zur Stelle und hielten die jungen Syrer bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Einer der Täter, der 14-Jährige, war der Polizei schon als gewaltbereit bekannt. Inzwischen laufen in dem Fall auch die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

EKZ-Managerin hatte den Tathergang auf dem Überwachungsvideo gesehen und sagte der „Lausitzer Rundschau“:

Ich bin fassungslos, mit welcher Brutalität die Tatverdächtigen vorgegangen sind.“

(Simone Herrmann, Center-Managerin)

Nun sucht die Polizei den beherzten Passanten und bittet ihn, sich unter Telefon 0355 / 4938 – 1227 zu melden.

(sm)

Siehe auch:

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