CSU will keine Kanzlerin Merkel mehr – Bisher keine Einladung der CDU-Chefin zum CSU-Parteitag

Epoch Times18. Oktober 2016 Aktualisiert: 18. Oktober 2016 20:07
Die unterschiedlichen Auffassungen in der Flüchtlingspolitik spaltet die Union zusehends. Noch immer gibt es keine Einladung für CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Parteitag der Schwesterpartei Anfang November in München. Zudem will die CSU keine Kanzlerin Merkel nach der Wahl 2017.

„Es ist noch nichts entschieden“, erklärte CSU-Parteichef und Ministerpräsident von Bayern, Horst Seehofer, am Rande einer Landtagssitzung am Dienstagabend in München. Damit bleibt eine Einladung der CDU-Chefin zum Parteitag Anfang November in der bayerischen Hauptstadt offen.

Seehofer sagte auch, dass er „ein Theater wie im letzten Jahr“ nicht haben wolle, berichtete die „Bild“.

CSU will keine Kanzlerin Merkel mehr

Die Union ist sich in der Flüchtlingspolitik überhaupt nicht einig, die „Bild“ spricht gar von einem „erbitterten Streit“. Während die CSU eine Obergrenze von 200.000 Flüchtlingen fordert, lehnt Kanzlerin Merkel dies kategorisch ab.

Sollte es nach der Wahl 2017 eine Regierungsbildung mit der Union geben, werde die CSU den Koalitionsvertrag nur nach einer Mitgliederbefragung akzeptieren, so das Blatt. Nach „Bild“-Informationen seien die Kandidatenaufstellungen in mehreren Wahlkreisen verschoben worden, weil die Mitglieder von den Kandidaten das Versprechen verlangten, Angela Merkel nicht erneut zur Kanzlerin zu wählen. (sm)

Siehe auch:

Seehofer beharrt auf Obergrenze: Werde Seele der CSU nicht verkaufen

CSU will Mitgliederbefragung zu nächstem Koalitionsvertrag

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