Das Eigentor des Dr. Kai Gniffke: Chefredakteur der Tagesschau täuscht über Ausmaß der Zuwanderer-Kriminalität hinweg

Von 20. August 2018 Aktualisiert: 20. August 2018 13:20
Die Behauptung von Herrn Dr. Gniffke, Asylbewerber (Zuwanderer) seien nicht überproportional an Tötungsdelikten beteiligt, sei nachweislich falsch, erklärt Gastautor Frank Haubold.

Als Reaktion auf massive Zuschauerkritik an der Berichterstattung schrieb der Chefredakteur der Tagesschau, Dr. Kai Gniffke, auf Facebook eine ausführliche Begründung für die Entscheidung der Programmverantwortlichen, nicht über den brutalen Mord an einem Mediziner in Offenburg durch einen somalischen Asylbewerber zu berichten.

Dabei verstieg sich Herr Dr. Gniffke unter anderem zu folgender Aussage, Zitat: „Wo die Meinungen auseinander gehen, ist die Frage, ob wir darüber berichten sollten, wenn es sich beim Tatverdächtigen um einen Asylbewerber handelt. Aus meiner Sicht sollten wir das dann tun, wenn Asylbewerber überproportional an Tötungsdelikten beteiligt wären. Das ist, soweit wir es recherchieren können, nicht der Fall.“

 

Dabei hätte selbst ein flüchtiger Blick in die einschlägigen Polizeilichen Kriminalstatistiken (PKS) genügt, um zur gegenteiligen Einschätzung zu kommen. Wenn die Mitarbeiter der Tagesschau also tatsächlich recherchiert hätten, dann wäre der IMK-Bericht der PKS 2017 eine ebenso relevante wie seriöse Quelle gewesen, die jedermann frei zugänglich ist.

Dort findet sich auf Seite 25 eine Aufstellung über den Tatverdächtigen-Anteil von Zuwanderern an den jeweiligen Straftaten. Unter dem  Schlüssel 000000 „Straftaten gegen das Leben“ (und um solche handelt es sich bei Tötungsdelikten) sind dort 532 Zuwanderer als Tatverdächtige registriert mit einem Anteil von immerhin 14,3 Prozent an der Gesamtzahl von 3.713.

Der Bevölkerungsanteil der Zuwanderer in Deutschland  liegt jedoch nach unterschiedlichen Quellen bei 1,6 bis 1,7 Millionen, also bei ungefähr 2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Wenn jedoch 2 Prozent der Bevölkerung 14,3 Prozent der Tatverdächtigen stellen, dann ist dies mehr als „überproportional“, nämlich siebenmal höher als es angesichts des Bevölkerungsanteils zu erwarten gewesen wäre. Die Behauptung von Herrn Dr. Gniffke, Asylbewerber (Zuwanderer) seien nicht überproportional an Tötungsdelikten beteiligt, ist also nachweislich falsch. Der Chefredakteur der einst seriösen Tagesschau täuscht somit – ob nun als mangelnder Sachkenntnis heraus oder sogar vorsätzlich – das Publikum über das Ausmaß der Zuwanderer-Kriminalität!

Das ist durchaus ein Politikum, denn gemäß Rundfunkstaatsvertrag ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk zur Ausgewogenheit verpflichtet. Dazu gehören das Gebot einer fairen und unabhängigen Berichterstattung und die Verpflichtung zur Überparteilichkeit. Nun ist der offenbar politisch motivierte Verzicht auf Meldungen über „unerwünschte“  Ereignisse wie die Mordtat von Offenburg nachgerade das Gegenteil einer „fairen und unabhängigen“ Berichterstattung, und die nachgeschobene, teils sogar wahrheitswidrige  „Begründung“ ein medienpolitischer Skandal. Die ARD und ihre Aufsichtsgremien sollten sich fragen, inwieweit ein Chefredakteur, der öffentlich derart fragwürdige Behauptungen aufstellt, noch tragbar ist.

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Meinung des Verlags oder die Meinung anderer Autoren dieser Seiten wiedergeben.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN
Themen
Panorama
Newsticker