„Das ist ein Albtraum“: Bundeswehr fürchtet geheime Lauschangriffe in Jordanien – mittels deutscher Technik

Epoch Times3. Oktober 2017 Aktualisiert: 3. Oktober 2017 15:27
Die Bundeswehr befürchtet, dass ihre in Jordanien stationierten Soldaten abgehört werden - und zwar durch deutsche Kommunikationstechnik. Diese wurde Jordanien von Deutschland zur Verfügung gestellt - der Wert: sechs Millionen Euro.

Wegen anhaltender Schwierigkeiten mit der Türkei hat die Bundeswehr ihre Soldaten vom türkischen Nato-Stützpunkt Incirlik abgezogen. Planmäßig wurde der Truppenabzug letzte Woche abgeschlossen.

Die deutschen Kampfflugzeuge sind nun in Jordanien stationiert. Doch es gibt bereits erste Komplikationen. Jordanien verbietet unter anderem die Nutzung abhörsicherer Kommunikation.

Der Kontingentführer Oberst Stefan Kleinheyer sagte dazu:

Die Verlegung des deutschen Einsatzkontingentes war und ist eine Mammutaufgabe. Sie ist einzigartig in der Geschichte der Bundeswehr.“

Bundeswehr fürchtet Lauschangriff – durch deutsche Technik

Die Bundeswehr befürchtet nun, dass ihre in Jordanien stationierten Soldaten abgehört werden. Grund sei eben, dass Jordanien der Bundeswehr die Verwendung abhörsicherer Geräte einer bestimmten Marke verbietet, schreibt der „Focus“.

Zugleich hat das Bundesverteidigungsministerium (BMVg) Jordanien kostenlos hochmoderne Abhörtechnik zur Verfügung gestellt, die im Kampf gegen die Terrormiliz IS eingesetzt werden soll.

Die Geräte haben eine Reichweite von bis zu neun Kilometern. Ein Hightech-Gerät war bis Ende September an Jordanien ausgeliefert worden. Mit diesen Techniken im Wert von mehr als sechs Millionen Euro könne der jordanische Geheimdienst aber auch die Kommunikation der Bundeswehr abhören, schreibt „Focus“ unter Berufung auf hochrangige Offizierskreise.

„Das ist ein Albtraum“, zitiert das Magazin einen Bundeswehr-Offizier. Deutlich verärgert über die drohende Lauschaktion der Jordanier ist auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Aus Verärgerung über die Pläne der Jordanier, keine verschlüsselte Kommunikation der Bundeswehr zuzulassen, hat das BMVg die Nachrichtendienste der US-Streitkräfte verständigt, schreibt „Focus“ weiter.

Die Bundeswehr will rund 250 Soldaten in Jordanien für Aufklärungsflüge im syrisch-irakischen Grenzgebiet stationieren. (so/dts)

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