De Maizière zu Asylkrise: Deutschland muss Bildungsstandards senken – Keine neue Flüchtlingsprognose

Epoch Times6. November 2015 Aktualisiert: 6. November 2015 15:55
Der Innenminister Thomas de Maizière will die Bildungsstandards wegen der Asylkrise in Deutschland "kurzfristig" senken. Und seine Flüchtlingsprognose wird er wegen "des falschen Signals an die Schlepper" nicht nach oben korrigieren...

Der Bundesinnenminister Thomas de Maizière will wegen dem Massenandrang an Flüchtlingen die Bildungsstandards in Deutschland absenken.

Der CDU Politiker meint, Deutschland könne nicht an seinen hohen Standards festhalten, da es den Asylbewerbern sonst kaum möglich wäre sich zu Integrieren. Dabei gehe es nicht um eine "dauerhafte Absenkung von Standards" versichert de Maizière, sondern um "Improvisation, mit gesundem Menschenverstand", berichten die Deutschen Wirtschafts Nachrichten. 

Es wäre wichtig die Menschen schnell in die Arbeitswelt zu integrieren.

Asylpaket vereinbart

Die Spitzen der großen Koalition haben sich nach wochenlangem Streit auf ein umfassendes Asylpaket zur Bewältigung des massiven Flüchtlingsandrangs geeinigt. Die Verfahren sollen insgesamt beschleunigt werden, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit SPD-Chef Sigmar Gabriel und dem CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer am Donnerstag in Berlin.

Zentrales Instrument sind spezielle Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge mit geringen Bleibechancen an drei bis fünf Standorten in Deutschland. Dort sollen die Verfahren höchstens drei Wochen dauern. Dieser Kompromiss soll den heftigen Krach um die von der Union verlangten Transitzonen beenden.

Merkel sagte, beschlossen worden seien weitere Maßnahmen, um die Herausforderung der vielen Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, gut zu bewerkstelligen.

Die Opposition aus Linkspartei und Grünen hat den Asylkompromiss der schwarz-roten Koalition zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs als unzureichend kritisiert. 

Den Überblick verloren 

Unterdessen widersprach de Maizière am Donnerstag seiner Flüchtlingsprognose. Er sagte, dass in 2015 "in Deutschland bereits etwa 758.000 Flüchtlinge registriert worden" seien, berichten die "DWN" unter Berufung auf die "dpa".

Im August meinte de Maizière noch, dass im laufenden Jahr insgesamt 800.000 Flüchtlingen nach Deutschland kommen würden. 

Der Minister hält aber an seiner Prognose fest und korrigiert sie nicht nach oben, da, die Herausgabe einer neuen Prognose von ausländischen Schleppern missbraucht und als zusätzliche Einladung, zu uns zu kommen, angesehen werden könne. "Ein solches Signal möchte ich nicht aussenden." 

Diese Begründung klingt ziemlich seltsam. Sie lässt den Schluss zu, dass die Bundesregierung völlig den Überblick in der Asylkrise verloren hat. Schätzungen verschiedener Quellen zufolge werden bis Jahresende 800.000 bis 1,5 Millionen Migranten nach Deutschland eingereist sein. (so)

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