Demonstration in Köln: Antifa-Demonstranten skandieren „We welcome Refugees“ – Araber unterstützen Antifa-Gegner

Epoch Times17. October 2018 Aktualisiert: 17. Oktober 2018 11:50
Nach dem versuchten Anschlag am Kölner Bahnhof fanden sich am Dienstag Antifa-Demonstranten und Gegendemonstranten am Bahnhof ein. Die Polizei trennte beide Gruppen vorsorglich.

Nach dem versuchten Anschlag eines Syrers in Köln, der behauptet IS-Anhänger zu sein, versammelten sich gestern Abend am Kölner Bahnhof zwei gegensätzliche Gruppen. Die Polizei trennte die Demonstranten vorsorglich.

Die eine Demonstrantengruppe – die dem Lager der Antifa zuzuordnen war und größtenteils aus jungen Frauen bestand – rief der gegenüberliegenden Gruppe – bestehend aus Antifa-Gegnern – zu: „We Welcome Refugees“, „Alerta, Alerta Antifacista“ und „Ihr habt den Krieg verloren – zweimal“. Die Gegendemonstranten erwiederten die Rufe mit: „Terrorunterstützer-Antifa“.

Unter die Antifa-Gegner mischten sich auch Personen mit Migrationshintergrund. In einem Gespräch unter den Demonstranten heißt es (siehe Video): „Das [zur anderen Gruppe zeigend] sind solche Menschen, die ‚Deutschland muss verrecken rufen‘. (…) Die wollen uns spalten. (…) Guck mal wie wir hier stehen“. Ein anderer ruft in dem Video: „Wir sind Araber“.

Hintergrund: Am Montag führte ein offenbar 55-jähriger Syrer, der mit Duldung in Köln lebt, am Kölner Bahnhof einen terroristischen Anschlag durch. Dazu zündete der Täter im McDonalds im Hauptbahnhof einen Molotow-Cocktail. Dabei wurde ein 14-jähriges Mädchen verletzt.

Anschließend ging der Syrer gegen 12.50 Uhr in die wenige Meter entfernte Apotheke und verschanzte sich dort mit einer weiblichen Geisel. Der Mann war bewaffnet und hatte blaue Campinggaskartuschen und Brandbeschleuniger bei sich. Er forderte freien Abzug, die Freilassung einer bestimmten Tunesierin sowie einen Koffer samt Reisetasche.

Der Syrer lebt seit 2016 in Köln und ist aufgrund mehrerer Delikte polizeibekannt. Er hatte geäußert, dass er zur Terror-Organisation IS gehöre.

Die Apotheke wurde durch eine SEK-Einheit gestürmt. Der Täter wurde dabei von mehreren Kugeln lebensgefährlich verletzt: Er wird im Krankenhaus versorgt. Die Geisel wurde lebend befreit. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren wegen versuchten Mordes und Geiselnahme eingeleitet. (er)

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