Deutsche PostFoto: über dts Nachrichtenagentur

300 Post-Beamte sollen beim BAMF als Asyl-Entscheider aushelfen

Epoch Times21. Februar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:59
Die Deutsche Post AG soll dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit 300 Asyl-Entscheidern aushelfen.

In einer Rundmail, die der Zeitung "Bild am Sonntag" vorliegt, werden Postbeamten aus dem gehobenen Dienst aufgerufen, für sechs bis zwölf Monate freiwillig zum BAMF zu wechseln. Erwartet würden Konfliktfähigkeit und die Bereitschaft zum Schichtdienst zwischen 7 und 22 Uhr. Dafür bekommen sie eine Brutto-Zulage von 119,05 Euro monatlich.

Bevor die Postbeamten über Asylanträge entscheiden, bekommen sie eine Schulung im "BAMF-Qualifizierungszentrum", wo Asyl-Entscheider laut Spiegel Online mittlerweile eine stark verkürzte Ausbildung bekommen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge schiebt mehr als 770.000 unbearbeitete Asylfälle vor sich her. Die Behörde hatte die Zahl der Entscheider zuletzt mehr als verdreifacht. BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise hatte im Innenausschuss des Bundestags zugesagt, bis Ende April alle offenen Stellen zu besetzen.

Burkhard Lischka, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, lobt die Aktion: "Es geht nicht um Postboten, sondern um Verwaltungsbeamte. Das ist nicht anrüchig. Entscheidend ist, dass ab Mai wirklich alle 7300 BAMF-Stellen und vor allem die 1800 Entscheider-Stellen besetzt sind. Nur so können die Asylverfahren endlich kürzer werden."

(dts / rf) 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion