Deutschland-FahneFoto: über dts Nachrichtenagentur

Deutsche Schulden sollen bis 2020 unter 60 Prozent sinken

Epoch Times9. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 15:45
Deutschlands Schuldenstandsquote soll 2020 erstmals seit Jahren wieder unter die Marke von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken. Das prognostiziert das neue Stabilitätsprogramm, das die Bundesregierung in der nächsten Woche beschließen und nach Brüssel an die EU-Kommission schicken will.

Die symbolisch wichtige Marke der Schulden von 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) will die Bundesregierung mit einem neuen Stabilitätsprogramm erreichen, das die Bundesregierung in der nächsten Woche beschließen und nach Brüssel an die EU-Kommission schicken wird.

Nach den Berechnungen wird der Anteil der Schulden von Bund, Ländern und Gemeinden gemessen am BIP 2020 bei rund 59 Prozent liegen.

Für das laufende Jahr verzeichnet der Bericht noch einen Wert von 68 Prozent. Er soll ab 2017 sukzessive von 66 Prozent über 63 Prozent im Jahr 2018 sowie 61 Prozent im Jahr 2019 auf den Zielwert schrumpfen. Das jährliche Finanzierungsdefizit aller staatlichen Ebenen soll in dem Zeitraum zusammengenommen ausgeglichen sein.

Während der Finanzkrise und unmittelbar danach musste der Staat Konjunkturprogramme finanzieren und Steuerausfälle kompensieren. Als Folge war die Staatsverschuldung massiv gestiegen –bis zu einem Höchststand von rund 80 Prozent im Jahr 2010.

Tritt die Entwicklung wie erwartet ein, würde Deutschland 2020 erstmals wieder beide Vorgaben des EU-Vertrags von Maastricht erfüllen. Er sieht ein Staatsdefizit von höchstens drei Prozent vor und erlaubt einen Schuldenstand von maximal 60 Prozent des BIP.

(dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion