Syrische "Weißhelme", tragen den Körper eines Kameraden während seiner Beerdigung auf einem geschichteten Friedhof, nachdem am 11. Dezember 2016 ein Regierungsluftangriff auf die rebellische Stadt Douma, am östlichen Stadtrand der Hauptstadt Damaskus, gemeldet wurde.Foto: ABD DOUMANY/AFP/Getty Images

Deutschland nimmt erneut umstrittene syrische „Weißhelme“ auf

Epoch Times22. Oktober 2018 Aktualisiert: 22. Oktober 2018 19:06
Deutschland hat erneut umstrittene syrische "Weißhelme" und ihre Familienangehörigen aufgenommen. Offizieller Zweck ihrer Organisation ist die humanitäre Hilfe für zivile Opfer der Kriegshandlungen in Syrien. Schon länger stehen sie international im Zwielicht.

Drei Mitglieder der sogenannten syrischen Rettungsorganisation „Weißhelme“ sind mit ihren 14 Familienmitgliedern in Frankfurt/Main Deutschland am Donnerstag gelandet.  Sie waren aus der jordanischen Hauptstadt Amman kommend auf dem Flughafen in Frankfurt am Main gelandet. Mitarbeiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) empfingen die 17 Menschen und brachte sie zunächst in eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge. Später sollen sie in Baden-Württemberg, Hamburg und Schleswig-Holstein aufgenommen werden, berichtet der „Spiegel“.

Die Weißhelme, auch Syrischer Zivilschutz genannt, wurden 2011 von einem ehemaligen britischen Offizier gegründet. Offizieller Zweck der Organisation ist die humanitäre Hilfe für zivile Opfer der Kriegshandlungen in Syrien. Die Organisation ist kein Mitglied der Internationalen Zivilschutzorganisation. Sie operiert ausschließlich in den syrischen Gebieten, die von Gegnern der syrischen Regierung gehalten werden, einschließlich der vom sogenannten Islamischen Staat besetzten Gebiete.

Westliche Staaten finanzieren Weißhelme

Finanziert wird die Organisation hauptsächlich von Staaten, die auch für die Absetzung des syrischen Staatschefs Baschar al Assad eintreten, als da wären Großbritannien, Frankreich, Deutschland, die Türkei und nicht zuletzt die USA.

Den größten Teil der Anschubfinanzierung und der Schulung der Mitarbeiter leistete seinerzeit Großbritannien. Die Organisation steht schon länger im Verdacht, hauptsächlich für Propagandazwecke da zu sein. So gut wie alle Meldungen über angebliche Giftgasangriffe der syrischen Regierung auf die eigene Zivilbevölkerung kamen von den Weißhelmen.

Auch viele Bilder von angeblich schwer verletzten Kindern stellten sich immer wieder als gefälscht heraus. Angebliche Rettungsmaßnahmen, die im Film festgehalten wurden, konnten von unabhängigen Experten als reine Show identifiziert werden, die die Verletzten sogar getötet hätten, wenn man sie so behandelt hätte wie gezeigt.

Zu dem letzten angeblichen Angriff auf Douma liegen sogar zahlreiche Aussagen der Bevölkerung von Douma vor, die beschreiben, wie die Weißhelme mit einem Filmteam in ein Krankenhaus eindrangen und willkürlich aus den Schutzräumen herausgezerrte Kinder „behandelten“. Nach Beschreibung des Krankenhauspersonals endete die „Behandlung“ der angeblich vergifteten Kinder sofort mit Abschluss der Dreharbeiten. Eines der angeblichen Giftopfer, die im Film der Weißhelme gezeigt wurden, konnte von einer russischen Delegation sogar in Den Haag vorgestellt werden und erfreute sich bester Gesundheit.

USA stoppen Finanzierung der „Weißhelme“

Die USA haben jetzt den Weißhelmen, aber auch diversen anderen Organisationen, die in den von Anti-Assad Truppen besetzten Gebieten tätig sind, den Geldhahn zugedreht und „überprüfen aktiv“ die Zahlungen an diese Organisationen. Das berichtet unter anderem „CBSNews“.

Nachdem Baschar al-Assads-Truppen mehr und mehr die Kontrolle über Syrien zurückerlangeten, flohen die „Weißhelme“ und ihre Familien. Das israelische Militär holte schließlich mehr als 400 Mitglieder der Organisation und ihre Angehörigen nach Israel. Sie waren im umkämpften Süden Syriens an der Grenze zu den israelisch besetzten Golan-Höhen von syrischen Regierungstruppen umzingelt. Mithilfe der israelischen Armee wurden sie über die Golanhöhen nach Israel und von dort nach Jordanien gebracht. Jordanien nahm sie auf, nachdem Kanada, Großbritannien und Deutschland versprachen, sie aus Jordanien innerhalb von drei Monaten auszufliegen und bei sich aufzunehmen.

Die syrische Regierung hat die Evakuierung hunderter Weißhelme und ihrer Angehörigen im Süden Syriens durch das israelische Militär scharf kritisiert. „Die kriminelle Operation von Israel und seinen Werkzeugen offenbart die wahre Natur der sogenannten Weißhelme, sagte ein Vertreter des Außenministeriums laut der Nachrichtenagentur Sana im Sommer. Er bekräftigte den Vorwurf, dass die Ersthelfer eine Frontorganisation für „Terroristen“ seien.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sprach im Sommer bei einer ersten Aufnahme von Weißhelmen. „Es ist ein Gebot der Menschlichkeit, dass viele dieser mutigen Ersthelfer nun Schutz und Zuflucht finden, einige davon auch in Deutschland“, sagte Maas der „Bild“-Zeitung. Deutschland hat die Weißhelme seit 2016 mit zwölf Millionen Euro unterstützt.

Seehofer sagte im Sommer der „Bild“, er habe entschieden, dass Deutschland acht Weißhelme und ihre Familien aufnehmen werde. „Ihnen Schutz zu gewähren ist für mich eine humanitäre Verpflichtung und Ausdruck meiner Politik, für Humanität und Ordnung in der Migrationspolitik zu sorgen“, sagte der CSU-Chef. (er)


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