Scheich Mohammed bin Hamad bin Kasim al-Abdullah Al Thani, Minister für Handel und Industrie von Katar, begrüßt Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.
Scheich Mohammed bin Hamad bin Kasim al-Abdullah Al Thani, Minister für Handel und Industrie von Katar, begrüßte im März 2022 Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck.Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Deutschland und Katar: Noch engere Energiekooperation und Austausch

Epoch Times20. Mai 2022 Aktualisiert: 20. Mai 2022 15:10

Deutschland und das Emirat Katar bündeln ihre Kräfte bei der Energiekooperation. Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al-Thani, unterzeichneten am Freitag in Berlin eine Energiepartnerschaft beider Länder, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Im März hatte Habeck Katar besucht und sich mit dem Emirat auf die Grundzüge der Kooperation geeinigt.

Die Zusammenarbeit werde Deutschland durch den Bezug von Flüssigerdgas (LNG) aus Katar dabei helfen, seine Gasversorgung zu diversifizieren, fuhr das Ministerium fort. Wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine strebt die Bundesregierung eine zügige Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen an und setzt dabei auch auf LNG – unter anderem aus Katar.

Weitere Treffen geplant

Beide Länder vereinbarten nun regelmäßige Treffen ihrer zuständigen Ministerien, einen engen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch und bildeten zwei Arbeitsgruppen. Eine kümmert sich um LNG und Wasserstoff und die damit verbundenen Handelsbeziehungen und bringt die nötigen Wirtschaftsakteure zusammen. Die zweite zu den Themen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz beschäftigt sich mit der dafür nötigen Infrastruktur und den Strommärkten.

Katar will Deutschland unterdessen bereits 2024 mit Flüssigerdgas (LNG) beliefern. „Wir wollen unsere US-Flüssiggasanlage Golden Pass in Texas, an dem Qatar Energy 70 Prozent hält, bereits 2024 so weit haben, dass wir nach Deutschland liefern können“, sagte der Vizeregierungschef des Golfstaats, Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al-Thani, dem „Handelsblatt“. Damit könnte es schneller gehen als bislang geplant. (afp/mf)



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