Die fortlaufende „Flüchtlings“-Aufnahme machts möglich: Weitere Jesidinnen berichten über IS-Peiniger in Baden-Württemberg

Epoch Times18. August 2018 Aktualisiert: 18. August 2018 7:36
Die Opfer von IS-Terroristen treffen nun in Deutschland wieder auf ihre Peiniger - unterdessen geht die massenhafte Einwanderung von unbekannten Menschen munter weiter.

Nach dem Fall einer vom IS verschleppten und versklavten jungen Jesidin, die nach ihrer Flucht nach eigener Aussage in Deutschland ihrem IS-Peiniger begegnete, gibt es Berichte über weitere ähnliche Fälle.

Die Vize-Vorsitzende des Zentralrats der Jesiden in Deutschland, Zemfira Dlovani, sagte dem Sender SWR, bei dem Zentralrat hätten sich weitere junge Frauen gemeldet, die nach eigenen Angaben den früheren IS-Kämpfer in Baden-Württemberg gesichtet hätten.

„In der Tat kam jetzt raus, dass weitere Mädchen, die bei diesem Peiniger waren, ihn wohl auch erkannt haben“, sagte Dlovani dem SWR. Nähere Informationen zur Identität der Zeuginnen wolle sie derzeit nicht nennen.

Zuvor hatte Aschwak Hadschi, eine von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) verschleppte und versklavte junge Jesidin, berichtet, nach ihrer Flucht nach Deutschland habe sie im Februar in Schwäbisch-Gmünd ausgerechnet den Mann gesehen, der sie im Irak für 100 Dollar als Sexsklavin gekauft und bis zu ihrer Flucht mehr als drei Monate gefangen gehalten habe.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg erklärte, es habe am 13. März Ermittlungen zu dem Fall aufgenommen. Diese könnten derzeit jedoch nicht fortgesetzt werden, weil Aschwak Hadschi als Zeugin „für Rückfragen aktuell nicht erreichbar ist“.

Hadschi verließ Ende März nach eigenen Worten aus Angst vor ihrem IS-Peiniger Deutschland und kehrte in den Irak zurück, wo sie seither mit ihrer Mutter und ihrem Bruder lebt. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte AFP, Hadschis Angaben seien der Behörde bekannt und die Ermittler seien diesen nachgegangen. „Aber es ist uns bislang nicht gelungen, anhand der zur Verfügung stehenden Beweismittel den mutmaßlichen Täter mit der gebotenen Sicherheit zu identifizieren.“ Die Untersuchung laufe weiter.

Tatsächlich aber wirft Hadschi den Behörden eine mangelnde Zusammenarbeit vor. Die deutschen Behörden hätten sie zuletzt nicht kontaktiert, obwohl sie im Nordirak erreichbar sei, sagte Aschwak Hadschi Hamid Talo der Deutschen Presse-Agentur. „Warum rufen die mich nicht an?,“ fragt sie. (afp/so)

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