Die Preise für Wohneigentum steigen, das „Betongold“ gilt als krisen- und inflationssicher

Epoch Times26. Januar 2018 Aktualisiert: 26. Januar 2018 20:33
Eigenheimwohnungen werden teurer, die Preise für Wohneigentum steigen leicht. Wenn die Zinsen ebenfalls wieder ansteigen sollten, wird die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern zurückgehen.

Die Preise für Wohneigentum steigen leicht. Der Zentrale Immobilien Ausschuss hatte in seinem letzten Frühjahrsgutachten ein Ende der steigenden Preise für Wohnimmobilien prognostiziert. Von „Preisübertreibungen zwischen 36 und 75 Prozent in den Top-7-Städten“ war gar die Rede. Dagegen gab es von vielen Marktkennern Widerspruch.

Preise für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser zogen laut der Auswertung des Hauspreis-Index EPX weiterhin leicht um 0,25 Prozent an, Preise für Neubauhäuser gingen leicht um 0,19 Prozent zurück. Eigentumswohnungen legten mit einem Preisanstieg um 1,26 Prozent am deutlichsten zu.

Da sich der Preis nach Angebot und Nachfrage richtet, steigen die Preise für Wohneigentum. Insbesondere in den Städten ist die Nachfrage – und somit der Preis gestiegen. Viele schätzen dort die Nähe zum Arbeitsplatz und die gute Infrastruktur. Zudem gibt es immer wieder ausländische Investoren, die Wohneigentum in Deutschland aufkaufen.

Das sogenannte „Betongold“, das Eigenheim, gilt als Krisen- und Inflationssicher.

Banken profitieren von steigenden Immobilienpreisen

Mit zunehmender Inflation steigt auch der Wert der Immobilie. Die Banken finanzieren die Wohnungen und Häuser und erstellen in diesem Zusammenhang und in Verbindung mit Ihrer Maklertätigkeit Wertgutachten.

Fällt das Wertgutachten höher aus dann hat die Bank die Möglichkeit, mehr Kredite zu vergeben oder eine höhere Maklerprovision zu verdienen.

Was ist, wenn wir auf eine Immobilienblase zusteuern?

Eine Immobilienblase entsteht, wenn der Wert der Objekte nicht mehr als ausreichende Sicherheit für die Darlehen anzusehen ist. Die Banken stellen bei Zwangversteigerungen fest, dass durch den Verkauf nur ein geringer Bruchteil des Darlehens zurückgezahlt werden kann. Im Jahr 2008 haben viele Banken und Immobilienbesitzer auf diese Weise negative Erfahrungen mit der Immobilienblase gemacht.

Wenn die Zinsen wieder ansteigen, wird die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern zurückgehen. Interessenten werden sich die Immobilie nicht mehr erlauben können.

Einige Kommunen haben in den letzten Jahren die Grundbesitzabgaben erhöht, was die Nachfrage auch reduzieren könnte. Wenn die Arbeitslosigkeit steigen sollte, wird es zu mehr Zwangsversteigerungen kommen. Bei einer Immobilenblase wird es zu deutlichen Preissenkungen kommen.

Hinzu kommt, dass viele Käufer nur eine Zinsbindung von 10 Jahren haben. Wenn nach Ablauf dieser Festschreibungsfrist die neuen Konditionen deutlich teurer sind, kann mancher Eigenheimbesitzer in finanzielle Nöte kommen. Diese wäre unter entsprechenden Umständen gezwungen, Haus und Hof zu verkaufen.

Eine Investition in ein Eigenheim lohnt sich langfristig, wenn eine stetige Inflation einer stabile Volkswirtschaft mit geringer Arbeitslosigkeit und einer Niedrigzinspolitik das Geschehen bestimmt. (ra)

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