„Diktatursozialisiert“ – Kretschmer gibt Ost-Beauftragtem Mitschuld an Unions-Ergebnis

Epoch Times28. September 2021 Aktualisiert: 28. September 2021 9:35

Sachsens CDU-Chef und Ministerpräsident Michael Kretschmer hat dem Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Länder, Marco Wanderwitz (CDU), eine Mitschuld für das schlechte Abschneiden der Union bei der Bundestagswahl gegeben.

Äußerungen von Wanderwitz, wonach Menschen in Ostdeutschland teilweise „diktatursozialisiert“ seien, seien „sicher nicht hilfreich“ gewesen, sagte Kretschmer der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstagausgabe).

Ein Wahlkampf habe viele Komponenten, sagte Kretschmer. „Aber es haben sich Menschen von Herrn Wanderwitz stigmatisiert und angegriffen gefühlt. Das war mit Sicherheit nicht so gemeint, aber das gehört zu dieser Geschichte des Wahlkampfs mit dazu.“

Es sei schade, dass Sachsen so viele Möglichkeiten durch eine Wahl der AfD-Direktkandidaten vergeben habe. „Es wurden Volksvertreter gewählt, von denen nur erwartet wird, dass sie populistisch agieren“, sagte der CDU-Landeschef. Auch Wanderwitz selbst hat sein Direktmandat an einen AfD-Kandidaten verloren.

„Die Menschen wollten deutschlandweit nicht CDU wählen“, bilanzierte Kretschmer. In Sachsen wirke sich das noch einmal stärker aus. Hier sei die AfD an ihre Grenzen gekommen, „die Zustimmung für sie ist nicht gestiegen“. Aber die Stimmen, welche die CDU sonst bekomme, hätten sich auf andere Parteien verteilt. Deswegen liege die AfD nun fast überall in Sachsen vorn.



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