Dirk Müller zu Chemnitz: Ursachen der Spaltung bekämpfen, staatliches Gewaltmonopol auch gegen „verdammt viele“ Einzelfälle wahrnehmen

Epoch Times1. September 2018 Aktualisiert: 1. September 2018 16:49
Warum werden die Menschen in Chemnitz radikalisiert? Versagt der Staat beim Schutz der Bürger?

Wirtschafts- und Börsenspezialist Dirk Müller sagte zu den Vorkommnissen in Chemnitz, dass der Staat zu Recht sein Gewaltmonopol einfordert, sonst gebe es Mord und Totschlag. Allerdings deutete Müller auch angesichts permanenter Übergriffe im öffentlichen Raum und der Angst der Menschen vor diesen, angesichts dieser „verdammt vielen“ Einzelfälle, auf ein Problem hin.

Es entstehe der Eindruck, dass  Polizei und Justiz gegen den „normalen Bürger“ bestmöglich vorgehen würden, weil dieser sich nicht wehre und „jedem mit der Härte des Gesetzes begegnet, dessen Bremslicht nicht funktioniert.“

In anderen Situationen ziehe sich die Polizei aus ganzen Stadtvierteln zurück und überlasse die dortigen Menschen ihrem Schicksal. Ein Problem entsteht:

Moment mal, wenn ihr das Rechts- und Gewaltmonopol habt, es aber nicht wahrnehmt, was sollen wir denn dann tun?“

(Dirk Müller)

Aus dieser Ohnmacht heraus wenden sich die Menschen in extreme Richtungen, um vermeintlichen Schutz zu finden, so die Ansicht des Börsenspezialisten.

Der Staat müsse das Rechts- und Gewaltmonopol nicht nur in Anspruch nehmen, sondern auch ausführen. Dazu bedarf es keiner neuen Gesetze. Es reiche vollkommen, bestehende Gesetze umzusetzen.

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