Marcel FratzscherFoto: über dts Nachrichtenagentur

DIW-Chef stilisiert Rücktritt von Andrea Nahles zu Regierungskrise hoch

Epoch Times2. Juni 2019 Aktualisiert: 2. Juni 2019 18:25
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung-Chef, Marcel Fratzscher, bringt das Wort Regierungskrise mit dem Rücktritt von SPD-Chefin und Fraktionsvorsitzender Andrea Nahles ins Spiel.

Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, hat Union und SPD davor gewarnt, den Fortbestand der Großen Koalition in Zweifel zu ziehen. „Deutschland war in den vergangenen zehn Jahren ein Anker der Stabilität für Europa, und ohne eine handlungsfähige, starke Bundesregierung wird Europa nicht vorankommen“, sagte Fratzscher dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). Es gebe zwar „nie den richtigen Zeitpunkt für eine Regierungskrise“, fügte der DIW-Chef hinzu.

„Die Unsicherheit und Risiken für Deutschland und Europa waren jedoch selten höher als heute.“ Europa brauche eine starke EU-Kommission und einen „überzeugenden“ Plan, um Populismus und Nationalismus in Europa zu bekämpfen und der aggressiver werdenden Politik der USA und China Paroli bieten zu können. Deutschland müsse zudem „wichtige Weichenstellungen“ in der Bildungspolitik, bei Innovationen, beim Klimaschutz und in der Infrastruktur für die Zukunft setzen. „Dies erfordert eine Bundesregierung, die klare Prioritäten setzt und mutige Entscheidungen trifft“, sagte Fratzscher. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion