Ausfahrts-Schild an einer AutobahnFoto: über dts Nachrichtenagentur

Dobrindt will Baupannen bei Großprojekten verhindern

Epoch Times29. Juni 2015 Aktualisiert: 29. Juni 2015 2:02

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will mit einem „Aktionsplan“ künftige Baupannen bei Großprojekten verhindern. Er kündigte in der „Welt“ an, Empfehlungen der „Reformkommission Bau von Großprojekten“ umzusetzen und diese im Herbst in das Bundeskabinett einzubringen. Konkret will Dobrindt die Baubranche bewegen, digitale Planungsmethoden anzuwenden, um Kosten- und Terminüberschreitungen zu vermeiden.

Auch den Vorschlag der Kommission, neben Strafzahlungen auch auf Prämien zu setzen, nimmt der CSU-Politiker auf: „Bonus-Malus-Regelungen und klare Vereinbarungen zur Konfliktbeilegung und modernste digitale Systeme können dazu beitragen, Kosten- und Zeitpläne besser einzuhalten“, sagte Dobrindt der „Welt“. Er erklärte auch: „Mit dem Aktionsplan ist es unser Ziel, einen Kulturwandel bei Großprojekten einzuleiten.“ Der Abschlussbericht der Reformkommission, der der „Welt“ vorliegt, übt scharfe Kritik an der öffentlichen Hand in der Rolle des Bauherrn. Baukosten würden häufig bereits beziffert, bevor belastbare Planungen vorlägen, heißt es im Bericht. „Die Schätzungen sind zum Teil politisch motiviert, vernachlässigen bestehende Risiken und liegen häufig deutlich unter den zu erwartenden Kosten“, so die Kritik. Die Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, öffentlichem Sektor und Verbänden empfehlen den Behörden bei Bauausschreibungen, sich nicht für den günstigsten, sondern wirtschaftlichsten Anbieter zu entscheiden: „Denn das preisgünstigste Angebot ist bei realistischer Betrachtung oftmals nicht das wirtschaftlichste Angebot.“

(dts Nachrichtenagentur)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion