Düsseldorf: Erste Festnahme nach Gewalt-Attacken in Eller-Bahnhöfen – Polizei schnappt Intensivtäter (20)

Von 4. Oktober 2017 Aktualisiert: 4. Oktober 2017 21:01
In einer gemeinsamen Presseerklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft in Düsseldorf informierten die Behörden über zwei Gewalt-Attacken kurz hintereinander an zwei nahe liegenden S-Bahnhöfen. Eine Mordkommission wurde gebildet. Inzwischen konnte ein Tatverdächtiger verhaftet werden.

+++UPDATE+++Nach zwei Schläger-Attacken durch Männergruppen in Düsseldorfer S-Bahnhöfen hat die Polizei einen 20-jährigen Bosnier mit niederländischer Doppelstaatsbürgerschaft festgenommen. Der junge Mann, der keinen festen Wohnsitz in Düsseldorf hat, war in der Vergangenheit bereits mehrfach durch Gewalttaten polizeilich aufgefallen.

Durch den Hinweis eines Zeugen, gelang den Ermittlern der ‚MK Gumbert‘ gestern, am frühen Abend, die Festnahme eines 20-jährigen Intensivtäters. Der Mann steht im Verdacht, Montagabend einen 31-Jährigen am Bahnhof Eller-Mitte, aus einer Gruppe heraus, mit Schlägen und Tritten attackiert zu haben.“

(Polizei Düsseldorf)

Der Täter hatte zudem mit einem Schlagstock auf den Hinterkopf des am Boden liegenden Opfers eingeschlagen. Der Geschädigte befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung im Krankenhaus.

„Mögliche Tatzusammenhänge mit dem Körperverletzungsdelikt zum Nachteil von zwei Männern am Bahnhof Eller-Süd haben sich bislang nicht ergeben, werden aber weiterhin geprüft“, so die Polizei hinsichtlich der ersten Schlägerattacke, nur zehn Minuten zuvor.

Zeugenaussage

Der Zeuge gab an, einen Streit zwischen dem Schläger und seinem späteren Opfer, einem 31-jährigen Deutschen, auf dem Bahnsteig beobachtet zu haben. Da der Zeuge beide Parteien kannte, habe er versucht, zu schlichten.

„Im weiteren Verlauf habe der Geschädigte einen Schlagstock hervorgeholt, sei aber dann von dem Täter niedergeschlagen worden. Unmittelbar habe der 20-Jährige dem am Boden liegenden Opfer gegen den Kopf getreten, den Schlagstoff ergriffen und damit auf den Hinterkopf des Geschädigten geschlagen“, berichtet die Polizei auf Basis der Zeugenaussage.

Erstmeldung

Derzeit untersuchen Polizei und Staatsanwaltschaft Düsseldorf die Hintergründe zu Attacken auf mehrere Personen durch Gruppen junger Männer im südöstlichen Stadtteil Eller. Eine Mordkommission wurde zur Untersuchung der Übergriffe gebildet.

Bei den Attacken wurden insgesamt drei Personen verletzt. „Zwei der Geschädigten befinden sich in stationärer Behandlung, wobei einer der Männer lebensbedrohliche Verletzungen aufweist“, informiert die Polizei Düsseldorf.

Angriff durch Männergruppe

Montagnacht, 2. Oktober 2017, Düsseldorf-Eller: Gegen 23.35 Uhr sind zwei Männer (36, 26) und eine Frau (31) entlang der Unterführung am Bahnhof Eller-Süd in Richtung Haigerweg unterwegs.

Zu diesem Zeitpunkt hielt sich dort eine Gruppe von fünf bis sechs Personen auf, die unvermittelt auf die beiden Männer losging und sie mit Schlägen attackierte. Als der 36-Jährige am Boden lag, trat einer der Täter gegen den Kopf des Opfers.“

(Polizeibericht)

Nach der Attacke flüchten die jungen Südländer in Richtung Bahnhof Eller-Mitte.

Die beiden Opfer mussten mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden, wo sich der 36-Jährige immer noch in stationärer Behandlung befindet.

1. Täterbeschreibung:

Tätergruppe: 5 – 6 Personen, männlich

Alter: 18 – 20 Jahre

Statur: schlank, sportlich

Aussehen: südländisches Erscheinungsbild, kurze dunkle Haare

Bekleidung: mit Pullovern bekleidet, eine Person mit einer hellgrauen Kapuze

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Schlug Bande nochmal zu?

Bereits zehn Minuten später, gegen 23.45 Uhr, wurde ein 31-Jähriger Opfer möglicherweise derselben Männergruppe. Der Angriff wurde aus der Richtung gemeldet, in die die Täter der ersten Attacke geflüchtet waren.

In diesem Fall beobachtete ein Zeuge den Angriff auf den 31-Jährigen aus einer Gruppe von etwa acht bis zehn jungen Männern heraus. Die Attacke erfolgte auf dem Bahnsteig der S-Bahnhaltestelle „Eller-Mitte“.

Das Opfer wurde zunächst mit Faustschlägen angegriffen.

Als das Opfer zu Boden stürzte, trat einer der unbekannten Täter gegen den Kopf des Mannes. Ein weiterer aus der Gruppe schlug nach Angaben des Zeugen mit einem Schlagstock auf den Hinterkopf des Opfers.“

(Pressestelle der Polizei Düsseldorf)

Nach der Tat teilte sich die Gruppe. Ein Teil flüchtete in Richtung Festenbergstraße, der andere Teil verschwand in Richtung Gumbertstraße.

Das Opfer musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden und ist laut Aussagen der Polizeisprecherin, Frau Kynast, nicht vernehmungsfähig.

Polizei und Staatsanwaltschaft werten den Angriff als versuchtes Tötungsdelikt und gründeten die Mordkommission „MK Gumbert“.

„Ob die beiden Sachverhalte in Verbindung stehen, ist Bestandteil der Ermittlungen der ‚MK Gumbert'“, erläutert die Polizei zum bisherigen Stand der Ermittlungen.

2. Täterbeschreibung:

Tätergruppe: 8 – 10 Personen, männlich

Alter: etwa 20 Jahre

Aussehen: überwiegend südländisches Aussehen

Hinweise zu den Vorfällen und den Tätern nimmt die Kriminalpolizei im Kommissariat 11 („MK Gumbert“) unter Telefon 0211 / 870 – 0 entgegen.

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