Düsseldorf: Großfamilie prügelt Augenzeugin nach harmlosem Unfall ins Krankenhaus

Von 23. Mai 2017 Aktualisiert: 23. Mai 2017 15:16
Weil sich eine Unfallzeugin (49) für eine 51-jährige Autofahrerin einsetzte, zog sie sich den Zorn einer südosteuropäischen Großfamilie zu. Obwohl der eigentliche Unfall glimpflich ausging, wurde die Zeugin von zwei Männern des Clans brutal verprügelt und dabei schwer verletzt. Ein weiterer Autofahrer bestätigte den Vorfall. Zum Glück - denn die Großfamilie erzählte der Polizei eine andere Version ...

Bei einem Autounfall in der Junkerstraße in Düsseldorf-Flingern wurde ein plötzlich auf die Straße laufendes Mädchen (5) von einem Fahrzeug erfasst, weil die Fahrerin nicht schnell genug bremsen konnte.

Der eigentliche Unfall verlief laut der „Rheinischen Post“ glimpflich ab. Allerdings stürmten die Angehörigen des Kindes wütend auf die Straße und beschimpften die Golf-Fahrerin (51) wüst. Wie die „RP“ auf Anfrage von der Polizei erfuhr, handelte es sich um eine südosteuropäische Großfamilie.

Eine hinter der 51-Jährigen fahrende Augenzeugin (49) war gerade auf dem Nachhauseweg.

Ich habe aus der Ferne das Mädchen auf dem Gehweg noch rumtänzeln gesehen und gedacht, hoffentlich passiert da nichts.“

(Augenzeugin, 49)

Als es dann tatsächlich passiert war, stieg die Frau aus und versuchte zu vermitteln, wie „Der Westen“ zitiert:

Die Frau hatte keine Schuld, fuhr wie ich exakt 30, hielt an, stieg aus und kümmerte sich um das Kind. Das hat die Meute aber nicht interessiert.“

Im Fokus des Clans

Mit dem Mob war nicht mehr zu reden, „die waren für Argumente nicht zugänglich“, so die Zeugin, die nun ins Visier der aufgebrachten Familie geriet:

Als ich dann noch gesagt habe, das Mädchen sei urplötzlich zwischen parkenden Autos auf die Straße gelaufen, und die Familie müsse doch besser auf das Kind aufpassen, war es auch schon um mich geschehen.“

Zwei Männer im Alter von 31 und 54 Jahren stürmten mit erhobenen Fäusten auf die 49-Jährige los und schlugen zu. Das Opfer konnte später nicht mehr genau sagen, von wem sie wie oft geschlagen wurde. Das Blut auf ihrem Auto war das Erste, was sie bewusst wahrgenommen habe, so die Schwerverletzte.

Als Zeugin schwer verletzt

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Erst die Sanitäter hätten ihr die Schwere ihrer Verletzungen verdeutlicht und „in der Tat wurden die Schwellungen quasi auch minütlich schlimmer.“

Ein hinter ihr fahrender Autofahrer kümmerte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um sie und bestätigte der Polizei den Hergang.

Zum Glück, denn die Familie hält ja mit Sicherheit zusammen und behauptet das Gegenteil von dem, was passiert ist.“

Ihre Tochter erklärte ihr später, dass die Männer der Polizei gegenüber ausgesagt hätten, dass sie sie nur geschubst hätten. Die 49-Jährige will juristisch gegen die Großfamilie vorgehen, will Gerechtigkeit.

Nicht wegen des möglichen Schmerzensgeldes, ich will Gerechtigkeit. Die können doch mit so was nicht davonkommen.“

Ob sie wieder in einem solchen Fall eingreifen würde? „Ich würde es wieder machen, so bin ich einfach“, so die von den Männern brutal verprügelte Frau. Auch ihre Tochter bestätigt:

Meine Mutter würde niemals wegsehen. Aber dass offen gezeigter Mut mit derart roher Gewalt beantwortet wird, ist einfach unfassbar.“

(Tochter des Opfers)

Angst vor „Besuchen“ des Clans

Ihre Mutter liegt nun im Krankenhaus. Die Augen sind dick geschwollen und blau, die rechte Augenhöhle wurde durch die Wucht der Schläge zudem zertrümmert und verschoben. Die 49-Jährige kann die Augen nur kurze Zeit und unter großen Schmerzen öffnen. Wenn ihre Tochter versucht, sie aufzumuntern, versucht sie etwas zu lächeln, das klappt schon ein bisschen. Man muss abwarten:

Ich muss noch so lange hierbleiben, bis die Schwellungen zurückgegangen sind, erst dann kann ich für eine Operation in eine Fachklinik verlegt werden.“

(Verprügelte Augenzeugin, 49)

Ihren genauen Aufenthaltsort im Krankenhaus möchte die Frau nicht bekanntgeben, zu groß ist die Angst, von den Clan-Mitgliedern „besucht“ zu werden.