Düsseldorf: Passanten finden Mann (56) in Blutlache – Polizei sieht keinen Hinweis auf Gewalt – Freunde machen mit Plakaten aufmerksam

Von 15. Dezember 2016 Aktualisiert: 15. Dezember 2016 15:30
Im Krankenhaus gehen die Ärzte von einem Unfall aus. Auch die Polizei sieht keinen Hinweis auf Gewalt. Doch dem Opfer sind sämtliche Schmuckstücke und sein Geld bei dem "Unfall" abhandengekommen. Freunde des Opfers machten mit Plakaten die Öffentlichkeit auf den Fall aufmerksam.

Seit dem ersten Advent liegt ein 56-jähriger Mann in einer Klinik in Krefeld im Koma. Zwei Frauen fanden Oliver W., einen Sicherheitsmann aus Düsseldorf-Oberkassel, am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr auf der Straße in einer Blutlache. Mit schweren Kopfverletzungen wird er in ein Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte zuerst von einem Unfall ausgehen und deswegen die Polizei auch nicht informierten.

Ein Polizeisprecher bestätigte rückblickend:

Es gab keine Hinweise auf Gewalt.“

(Polizei Düsseldorf)

Allerdings zweifelten Freunde des Mannes die Einschätzung von Krankenhaus und Polizei an – zurecht meinen sie. Das Portemonnaie des 56-Jährigen wurde in einer Entfernung von 50 Metern vom „Unfallort“ im Gebüsch gefunden. Geld und Scheckkarte fehlten. Dem Opfer wurden offenbar auch weitere Wertgegenstände abgenommen, wie Ringe, Kette, Brille und Uhr, berichtete der „Focus“.

Freunde des Opfers suchen nach ihm

Als das Opfer nicht wie verabredet am Sonntag zu einem Treffen mit einem Freund erscheint, macht dieser sich Sorgen und telefoniert die Krankenhäuser ab. Schließlich wird er in Krefeld fündig, berichtet die „Rheinische Post“.

Nicht aufzutauchen – das war absolut nicht seine Art. Wir haben uns Sorgen gemacht.“

(Manfred Weide, Freund des Opfers) 

Manfred Weide glaubt nicht an einen Unfall. Er vermutet, das Oliver W. nach einem Besuch in der Innenstadt mit der Bahn zurückfuhr und ihm jemand gefolgt sei. Dieser habe ihn dann kurz vor seiner Haustür brutal überfallen und ausgeraubt.

Aufgrund dieser Umstände machten die Freunde des Opfers die Öffentlichkeit mit Plakaten und Flugblättern auf den Fall aufmerksam: „Dringend Zeugen gesucht!“ steht darauf. Erst durch die Aktion wird die Polizei tätig und ermittelt ihrerseits.

Die Behörden bestätigen, dass dem Schwerverletzten offenbar Geldbörse und Schmuck „abhandengekommen“ seien.

Für die Polizei noch unklar ist, ob das nach dem „Sturz“ geschah oder ob der Mann gerade wegen seiner Wertsachen brutal niedergeschlagen wurde. „Wir ermitteln alle Facetten des Falls“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

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