Hinter diesen Mauern des Kinderhilfezentrums in Düsseldorf-Pempelfort wurde die Straftat begangenFoto: Screenshot/Facebook

Düsseldorf: Kindesmissbrauch durch „minderjährige“ Flüchtlinge in städtischem Kinderhilfezentrum

Epoch Times29. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:54
Am vergangenen Samstag wurde offenbar ein 12-jähriges Mädchen von zwei jungen Flüchtlingen in einem städtischen Kinderhilfezentrum im Düsseldorfer Stadtbezirk Pempelfort missbraucht. Die beiden "Minderjährigen" sollen 15 und 22 Jahre alt sein. Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl.

"Höchst entsetzt" zeigte sich Jugendamtsleiter Johannes Horn, als er am Dienstag über den Fall unterrichtet wurde. Er verlangte Aufklärung über die Verzögerung der Mitteilung durch die Heimleitung und die Mitarbeiter und "wie so etwas überhaupt passieren kann."

Das Mädchen habe sich bereits am Montagabend seinen Erziehern anvertraut, die Polizei erfuhr erst am Dienstag von dem Vorfall, handelte aber sofort und nahm die Beschuldigten noch am selben Tag fest. Der Haftbefehl folgte am Mittwoch und die Informierung der Öffentlichkeit am Donnerstag durch das Rathaus Düsseldorf.

22-Jähriger gab sich als Minderjähriger aus

Staatsanwalt Ralf Herenbrück erklärte dazu, dass die "nach eigenen Angaben minderjährigen" Flüchtlinge das Alter des Kindes gekannt hätten, als sie es, jeweils als Alleintäter, "mit Gewalt zu sexuellen Handlungen nötigten", meldete die Rheinische Post.

Die Zeitung gibt das Alter der Täter mit 15 und 22 Jahren an. Demnach hatte der Ältere falsche Angaben zu seinem Alter gemacht, als er sich als alleinreisender minderjähriger Flüchtling ausgab.

Unbegleitete Minderjährige werden nicht abgeschoben, weshalb falsche Altersangaben nicht selten vorkommen. In der Regel würde dies aber von erfahrenen Betreuern schnell entdeckt, so Jugendamtsleiter Horn. 

Kinderhilfszentrum hilft alleinreisenden minderjährigen Flüchtlingen 

Im Kinderhilfezentrum an der Eulerstraße werden minderjährige Flüchtlinge, die ohne Familie nach Deutschland kommen, für einige Wochen aufgenommen und betreut, schreibt die RP weiter. Anschließend würde das Jugendamt sie in anderen geeigneten Einrichtungen unterbringen.

Seit dem Herbst sei die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge dramatisch angestiegen und das Kinderhilfezentrum sei seit Monaten überbelegt. Derzeit leben hier 50 Kinder und Jugendliche, die teilweise vom Jugendamt aus desaströsen Familienverhältnissen herausgenommen wurden und jene minderjährigen Flüchtlinge. 130 Mitarbeiter kümmern sich um die Kinder, viel zu wenig, um alle Kinder 24 Stunden am Tag im Auge zu haben, heißt es aus Kreisen der Betreuer. (sm)



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