Düsseldorf: Terroristen? Amokläufer? – Großeinsatz nach Massenschlägerei zwischen Familien-Clans in Schadow-Arkaden

Von 25. März 2017 Aktualisiert: 28. März 2017 14:43
Wilde Schreie drangen am vergangenen Samstagabend aus den Düsseldorfer Schadow-Arkaden, Besucher flüchteten auf die Straße, Streifenwagen und Blaulicht überall. Die Polizei umstellt das Gebäude, Maschinenpistolen sind im Einsatz. Was wie ein Einsatz gegen Terroristen aussah, entpuppte sich als Massenschlägerei zwischen Roma- und Albaner-Familien.

Es ist der Samstagabend des 25. März 2017. Unglaubliche Szenen spielen sich gegen 19.05 Uhr in und außerhalb der Schadow-Arkaden in der Düsseldorfer Innenstadt ab.

Auf der Straße sind ängstliche Gesichter zu sehen. Menschen flüchten aus dem Einkaufszentrum auf die Straße. Sirenengeheul und Blaulicht überall, die Streifenwagen scheinen aus allen Richtungen zu kommen. Polizisten umstellen das Gebäude. Ein Beamter läuft mit Schutzweste und Maschinenpistole über die Straße.

Sanitäter und Notärzte kümmern sich um Verletzte, dazwischen Besucher und Passanten, wie der „Kölner Express“ berichtet.

Durch die Terroranschläge von Nizza, Berlin und London tragen viele Menschen eine latente Angst in sich: Es kann überall und jederzeit passieren.

In diesem Fall glücklicherweise nicht. Doch was war geschehen?

Familien-Schlacht löst Panik aus

Alles hatte im Souterrain begonnen, an einem Buffet.

Wir hatten 40 Beamte im Einsatz. Die Hintergründe sind noch völlig unklar. Warum der Streit im Einkaufszentrum eskalierte, entzieht sich bisher unserer Kenntnis.“

(Anja Kynast, Polizeisprecherin)

Laut einem am Streit Beteiligten handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen Großfamilien ethnischer Minderheiten aus dem südosteuropäischen Raum, die schon seit Jahrzehnten in Deutschland leben, „Report-D“ berichtet von einer Massenschlägerei von zwei Familien-Clans, „einer Roma, einer Albaner“.

Wie die „Rheinische Post“ meldet, seien die Großfamilien aus Krefeld angereist, wo die meisten ihrer Mitglieder leben. Die Schläger vom Samstag seien dort auch polizeibekannt.

Offenbar ging es um eine Frau. Laut Zeugenaussagen habe ein Mann einen anderen auf Deutsch angesprochen: „Warum machst du meine Frau an?“ Dann hätten alle in einer fremden Sprache durcheinander geschrien. Einige versuchten zu schlichten. Doch dann flogen die Fäuste und kurz darauf auch Möbel.

Als die Polizei hinzukam und die rund 20 Streitenden trennte, wurden mehrere vom Geschehen Flüchtende gestellt, fünf von ihnen im Alter von 24 bis 52 Jahren waren verletzt. Der 52-jährige Mann musste in eine Klinik eingeliefert werden. Sie alle waren später unter den neun Personen, gegen die ermittelt wurde, wegen gefährlicher Körperverletzung.

Eine Frau filmte den Beginn der Schlägerei aus einem Restaurant im Untergeschoss:

Erst als ich die Polizisten mit ihren Maschinenpistolen die Treppe hinunterrennen sah, habe ich mich gefragt, ob hinter dem Streit nicht etwas viel Schlimmeres steckte.“

(Augenzeugin)

Auch außerhalb des Einkaufszentrums stand den Menschen die Angst noch immer im Gesicht: „Ich dachte, da drin sei ein Terrorist oder ein Amokläufer“, sagte einer.

Alle Beteiligten Clan-Mitglieder erhielten lebenslanges Hausverbot vom Manager des Einkaufszentrums.

 

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