Duisburg: AfD holt im Brennpunkt Marxloh 30 Prozent

Von 26. September 2017 Aktualisiert: 26. September 2017 13:19
Bei der Bundestagswahl 2017 wurden die Altparteien nicht nur im Osten abgestraft. Auch in so manchem Brennpunkt haben die Leute die Nase voll. In Duisburg-Marxloh schaffte die AfD Rekordergebnisse. In Neumühl zeigte sich gar ein blauer Punkt im roten Meer. Hier ging die AfD sogar an die Spitze.

Duisburg-Marxloh: Bei der Bundestagswahl am Sonntag holte die Alternative für Deutschland hier im Brennpunkt viele Stimmen.

Wie die Zeitung „Der Westen“ meldet erreichte die AfD allein im Stimmbezirk 0709 Obermarxloh einen Anteil von 30,4 Prozent, während die CDU mit 13,8 Prozent abgeschlagen wurde. Die Grünen (2,37 %) schafften noch nicht einmal die 5-Prozent-Hürde und die Linken (6,58 %) und die FDP (5,53 %) blieben auch nur knapp darüber. Für die SPD gab es hart erkämpfte 35,77 Prozentpunkte.

Auch die anderen Marxloher Stimmbezirke hätten Rekordergebnisse für die AfD gebracht: Im Bezirk 0708 holte die Alternative für Deutschland 26,32 Prozent, im 0710-Bezirk 21,15 Prozent und in 601 holte sie 20,45 Prozent.

Doch warum sind die Menschen dort so sauer auf die etablierten Parteien?

Im Wahlbezirk Neumühl (904) erreichte die AfD  29,69 Prozent, überholte damit sogar die SPD (29,04 %) und wurde stärkste Kraft im Wahlbezirk. So zeigt die Wahlkarte von Duisburg neben massiv rot und stellenweise schwarz einen blauen Spot im Nordosten.

[Siehe interaktive Karte der „Rheinischen Post“]

Doch wie sieht der Duisburger Oberbürgermeister, Sören Link (SPD) das Problem im Brennpunkt Marxloh? Der „Stern“ brachte ein Interview, kurz vor der Wahl.

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