Duisburg-Marxloh: Neues Phänomen einer „unheiligen Allianz“ von Roma-Sippen und Libanesen-Clans

Von 17. November 2016 Aktualisiert: 17. November 2016 11:39
Ein Duisburger Polizeibeamter spricht von einem neuen Phänomen im berüchtigten Stadtteil Marxloh, einer Allianz zwischen Roma-Sippen und Libanesen-Clans. Doch die Polizeiführung dementiert, es gebe keine Beweisdaten. In den 80er Jahren flüchteten rund 15.000 Libanesen vor dem Bürgerkrieg in ihrem Land. Heute stellen Teile von ihnen die Polizei vor große Probleme. Auch die heutigen Flüchtlinge verfügen über familiäre Clan-Strukturen. Was wird aus ihnen in 20 oder 30 Jahren?

„Das ist ein neues Phänomen. Und wir beobachten diese Veränderung mit Sorge“, der Bezirksdienstbeamte der Polizeiwache ist alarmiert.

Marxloh, der berüchtigste Stadtteil Duisburgs, im Norden der Rhein-Ruhr-Metropole , ist zwischen zwei rivalisierenden Libanesen-Clans aufgeteilt. „Diese Gruppierungen beanspruchen das Gebiet jeweils für sich. Das heißt, sie teilen es untereinander auf“, sagte der Beamte der „Rheinischen Post“.

Allianz der Diebe und Hehler

Doch jetzt hat sich eine der Großfamilien mit den über mafiöse Strukturen verfügenden Roma-Sippen zusammengetan. Eine unheilige Allianz wurde gebildet: „Die Roma begehen die Diebstähle, und die Libanesen fungieren als Hehler und setzen die Ware ab“, so der Polizist weiter.

Die sich zumeist aus rumänischen Armutsflüchtlingen zusammensetzenden Roma-Clans hausen größtenteils in den Marxloher Schrottimmobilien.

„To go“, or „not to go“ …

Da stellt sich die Frage, ob Marxloh vielleicht doch, wie oft behauptet, eine No-go-Area ist. Der Beamte gesteht:

Wir geraten da bei Einsätzen gelegentlich in Bedrängnis.“

(Polizeibeamter)

Aber von einer No-go-Area will der Beamte nicht sprechen. „Die gibt es nicht. Wir trauen uns überall hin.“

Angriffe auf Polizisten

Seit im vergangenen Jahr verstärkt Polizisten von kriminellen Ausländern in Marxloh angegriffen wurden, erhalten die Beamten seit vielen Monaten Unterstützung von der Bereitschaftspolizei. Laut den Behörden sei durch die erhöhte Präsenz die Straßenkriminalität zurückgegangen.

„Das hat sich auf jeden Fall positiv ausgewirkt“, so der Beamte rückblickend. „Darum werden die Landeskollegen uns auch in Zukunft weiter unterstützen.“

„Unheilige Allianz“ als Thema im Landtag

CDU-Innenexperte Gregor Golland sprach das Thema im Düsseldorfer Landtag an: „Diese Gruppierungen schicken sich vor Ort offenbar an, das staatliche Gewaltmonopol auszuhöhlen und den Stadtteil unter sich aufzuteilen“, so Golland.

Diese unheilige Allianz macht deutlich, dass sich in Duisburg-Marxloh kriminelle Strukturen immer weiter verfestigen.“

(Gregor Golland, CDU)

Auf Antrag der CDU-Landtagsfraktion, der Opposition im rot-grün regierten Nordrhein-Westfalen, muss sich Innenminister Ralf Jäger (SPD) in der nächsten Sitzung des Innenausschusses zu der Marxloh-Situation äußern.

Gregor Golland ist sich sicher: „Kriminelle Allianzen dürfen in unserem Bundesland keinen Platz haben“, zitiert die „RP“, und der Minister dürfte davor nicht weiter die Augen verschließen.

Dusiburger Polizeiführung dementiert „Allianz“

In einer Pressemitteilung der Duisburger Polizei heiße es am Mittwoch, dass eine „Zusammenarbeit zwischen Libanesen und Roma-Familienclans in Marxloh‘ kriminalfachlich nicht zu belegen“ sei.

Die Einschätzung basiere lediglich auf den persönlichen Einschätzungen eines Bezirksbeamten, die sich mit Fakten, konkreten Zahlen oder Daten nicht untermauern lasse, so die Polizeiführung.

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80er Jahre: 15.000 libanesische Bürgerkriegsflüchtlinge

Im Juli vergangenen Jahres meldete „Die Welt“, dass der größte Drogendeal Deutschlands aufgeklärt worden sei. Ein libanesischer Gemüsehändler versuchte mehr als eine halbe Tonne Heroin in Gemüsegläsern aus dem Iran ins Land zu schmuggeln. Der Marktwert der Gläser: 50 Millionen Euro.

Das Landgericht Essen verurteilte den Mann zu elf Jahren Haft. Dem Mitangegklagten Bruder des Händlers konnte eine Tatbeteiligung nicht nachgewiesen werden. Auch die Hintermänner des Drogenrings blieben unentdeckt. Wie so oft im Kampf gegen kriminelle Libanesen-Clans.

Innerhalb von zwei Wochen gab es weitere Vorfälle im Bereich Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Massenaufläufe zur Vertreibung der Polizei aus „ihren“ Vierteln in Essen und Duisburg. Die Landesregierung reagierte laut „Welt“ bescheiden, sie wisse nicht genug über das Phänomen krimineller Großfamilien, hieß es.

Doch dieses Problem entstand bereits in den 80er Jahren, als rund 15.000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem Libanon nach Deutschland kamen.

Heute: Millionen aus arabischen Staaten

Heute kommt ein Vielfaches mehr an Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Iran. Die allermeisten gehen nach NRW, wie die neuesten Zahlen der BAMF aufzeigen. Nach wie vor sind rund 60 Prozent im Alter von 16 bis 40 Jahren, rund 75 Prozent davon sind Männer.

Die Familien-Strukturen der heutigen Flüchtlinge sind denen der Libanesen der 80er Jahre ähnlich. Es gibt große Clan-Systeme. Es scheint also eine berechtigte Frage zu sein, was denn in 20 oder 30 Jahren aus diesen Clans wird und ob sie einen ähnlichen Weg gehen, wie die libanesischen Familien-Clans.

Auch in anderen deutschen Städten gibt es ähnliche Probleme…

Siehe auch:

„Deutschland eins der sichersten Länder“ – AfD-Politiker bietet NRW-Innenminister Führung durch No-go-Areas an

Ratten, Müll und saure Luft: Integrationspolitiker besucht „Roma-Slums“ von Duisburg-Marxloh