Durch Isolation zur Parallelgesellschaft: Araber-Clans erkennen deutsches Recht nicht an

Epoch Times24. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:11
Durch die mangelnden Integrationsmaßnahmen haben sich in Deutschland seit den 1980-er Jahren Parallelgesellschaften gebildet. Die Mitglieder dieser entstandenen Clans erkennen das deutsche Recht nicht an. Nur innerhalb der Familie herrscht Autorität.

Die Araber-Clans in Deutschland, seien das Ergebnis einer gescheiterten Integration. Zu diesem Ergebnis kommt das LKA Berlin. Besonders in der Hauptstadt kommt es häufig zu Straftaten, die von Mitgliedern dieser Banden ausgeübt werden. Sie würden den deutschen Staat nicht als höchste Autorität ansehen, sondern das Familienoberhaupt. 

Wie viele arabische Clans es in Berlin gibt, wissen die Beamten nicht genau, sagt Dirk Jacob, Kriminaldirektor am LKA Berlin, im Interview mit den "Deutschen Wirtschafts Nachrichten". 

Die Schätzungen von Migrationswissenschaftlern würden weit auseinander gehen und beliefen sich auf 12 bis 30. 

Vom Libanon nach Deutschland 

Die Clan-Mitglieder seinen großteils Kurden die ursprünglich im Süden der Türkei lebten. Wegen der Vertreibungen durch die türkische Regierung mussten sie schon früh in den Libanon auswandern. Später kamen sie nach Deutschland. 

"Viele der heute in Berlin lebenden arabischstämmigen Migranten oder deren Eltern und Großeltern sind mit den großen Flüchtlingswellen der 1980er Jahre aus dem Libanon nach Berlin gekommen. Zu einem großen Teil – aber nicht ausschließlich – handelte es sich um arabischsprachige Mhallami-Kurden, deren ursprüngliches Siedlungsgebiet im Süden der Türkei liegt und die schon seit den 1920er Jahren aufgrund vorheriger Vertreibungen im Libanon ansässig waren," erklärt der Kriminalist DWN. 

Polizei verfolgt einzelne Straftäter innerhalb der Familien  

Bei den durch die Clan-Mitglieder durchgeführten Straftaten handele es sich meist um Drogen- und Eigentumsdelikte. Zu den Eigentumsdelikten würden Bankeinbrüche, das Sprengen von Tresorräumen oder das Aufbrechen von Bankschließfächern gehören, erklärt Jacob DWN.

Die Polizei würde jedoch nicht gegen einen bestimmten Clan beziehungsweise eine ganze Familie vorgehen, sondern gegen die Straftäter oder kriminelle Gruppierungen die sich innerhalb dieser Familien befänden. "Die Familien sind nicht per se kriminell", betont der Kriminalist.   

Die Ermittlungen innerhalb der arabischstämmigen Gruppierungen stellt die Polizei oft vor große Herausforderungen, so der Beamte weiter. Der Zusammenhalt zwischen den Tätern aus oft nur einer einzigen Familie sei groß. Dadurch gelinge es den Ermittlern nicht, mit üblichen Methoden zum Erfolg zu gelangen. Die Familien würden einen Schutzraum für Kriminelle darstellen.

Diese Clan-Mitglieder würden ein oft sehr aggressives und bedrohliches Auftreten haben. Deshalb würden Ladendiebstähle oft gar nicht zur Anzeige gebracht. Darüber hinaus würden sich die jungen Männer aus den verschiedenen Familien mit hochwertigen Autos illegale Straßenrennen liefern. Um die Gesetze würden sie sich dabei nicht kümmern. 

Parallelstrukturen durch Isolation

Diese Vorfälle seien die extremste Auswirkung von Integrationsproblemen, sagt der Kriminalbeamte zu DWN. "Es bilden sich Parallelgesellschaften, in denen eine geringe Normenakzeptanz vorherrscht. Wir reden hier über kein religiöses Problem. Denn mit dem Islam hat das alles nicht viel zu tun. Vielmehr geht es um jahrhundertealte Regeln, die aus Stammesstrukturen kommen."

In Deutschland habe es in den 1980-er Jahren für die Kinder der Einwanderer keine Schulpflicht gegeben und die Erwachsenen durften nicht arbeiten. "Man hatte seinerzeit mit einer baldigen Rückkehr der Menschen gerechnet. Doch das ist nicht eingetreten."

Durch diese Isolation bildeten sich die heutigen Parallelstrukturen.

In der aktuellen Flüchtlingskrise dürften diese Fehler nicht wiederholt werden, betont Jacob. Die baldige Integration sei so wichtig, "weil vor allem junge Männer, völlig unabhängig von der Religionszugehörigkeit oder der Nationalität, die anfälligste Gruppe für Kriminalität sind". (so) 

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