„Ein schlechter Aprilscherz“: SPD-Führung erteilt klare Absage an eine Fusion mit den Linken

Epoch Times12. Juni 2019 Aktualisiert: 12. Juni 2019 17:52
"Das ist ein schlechter und verspäteter Aprilscherz", erklärt die kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel zu den Ideen einer Fusion von SPD und Linken.

Die SPD-Führung hat Gedankenspielen über eine mögliche Fusion von SPD und Linkspartei eine klare Absage erteilt. „Das ist ein schlechter und verspäteter Aprilscherz“, sagte der kommissarische SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel dem Berliner „Tagesspiegel“. Ex-Linken-Chef Oskar Lafontaine relativierte Berichte, er strebe eine Fusion beider Parteien an.

Mit Blick auf den früheren SPD- und späteren Linksparteichef Lafontaine sagte Schäfer-Gümbel: „Den will ich nicht zurück.“ Auch der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner hält eine Fusion von SPD und Linken nicht für aussichtsreich.

Dass solche Überlegungen auf absehbare Zeit wenig Aussicht auf Erfolg haben, liegt nicht zuletzt an Oskar selbst.“

„Das ändert nichts daran, dass progressive Bündnisse diesseits der Union erstrebenswert sind“, fügte Stegner hinzu. Dafür müssten aber „alle betroffenen Parteien ihre politischen Hausaufgaben machen“. Er fügte hinzu: „Das gilt in erster Linie für uns selbst, aber auch für Grüne und Linkspartei.“

Das Redaktionsnetzwerk Deutschland hatte unter Berufung auf den langjährigen Lafontaine-Vertrauten Heinz Bierbaum berichtet, Lafontaine halte eine Fusion beider Parteien für notwendig.

Lafontaine selbst sagte dazu der „Passauer Neuen Presse“: „Es geht nicht um eine vordergründige Fusionsdebatte.“ Es gehe „um eine politische Mehrheit im Bundestag für höhere Löhne und Renten und bessere soziale Leistungen, für eine friedliche Außenpolitik und eine Umweltpolitik, die sich nicht auf kosmetische Korrekturen beschränkt“.

Auch Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Abstrakte Fusionsdebatten bringen nichts.“ Doch es sei sehr wünschenswert, wenn der SPD jetzt ein echter politischer und personeller Neuanfang gelingen würde. „Dann kann man über vieles nachdenken.“ (afp)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN