Eine Arche für Superreiche: Der „Weltuntergangsbunker“ bei Rothenstein

Epoch Times17. Juni 2015 Aktualisiert: 17. Juni 2015 14:58

Vivos Gründer Robert Vicinio bereitet Millionäre auf den Weltuntergang vor. Der Immobilienunternehmer aus Kalifornien hat seine ersten Luxuswohnungen in einem verlassenen Militärbunker in Deutschland geplant. Die Anlage soll geschätzte 1,1 Mrd. Euro kosten. Wie viel eine Wohnung in diesem Bunker kosten soll ist noch nicht bekannt. 

In den 80iger Jahren dachte der Vivos Gründer das erste Mal an ein Weltuntergangsszenario. Seit dem sucht er nach Wegen um Tausenden Menschen eine Überlebenschance zu bieten. Es scheint als hätte Vicinio nun eine Möglichkeit gefunden. 

In Rothenstein bei Jena will er das Projekt "Vivos Europa One" starten. In der Gemeinde im Süden des thüringischen Saale-Holzland-Kreises will Vicinio einen "Fünf-Sterne Bunker" bauen, berichteten verschiedene Medien.

https://youtube.com/watch?v=RFhEil0HOJM

Laut dem Magazin Forbes, sollen die Menschen in dem Bunker vor einem Nuclear Angriff, einem direkten Flugzeugabsturz, biologischen und chemischen Waffen, Schockwellen, Erdbeben, Tsunamis, elektromagnetischen Impulsen und praktisch jeden bewaffneten Angriff sicher sein. Die Eigentümer der Appartements sollen hermetisch abgeriegelt von der Außenwelt bis zu einem Jahr ohne Nachschub von außen überleben können.

Darüberhinaus soll es eine Art Gen-Datenbank geben, die, im Falle einer totalen Zerstörung, eine Rekonstruktion des Lebens ermöglichen soll. Es ist auch geplant verschiedene Arten von Wildtieren in dem Bunker anzusiedeln und ein Archiv wertvoller Artefakte und Schätze anzulegen.

Der Bunker soll 227.904 Quadratmeter Innenbereich und 43.906 Quadratmeter oberirdischen Raum beinhalten. Außerdem soll es Schwimmbäder, Theater, Fitness-Studios und riesige Appartements geben. Restaurants, individuelle Wohnungen, Platz im Freien und ein Helikopter-Service gehören mit zur Ausstattung. In dem Luxusbunker sollen 6.000 Personen einen neuen Lebensraum finden. 

"Wir sind stolz darauf, dieses epische Projekt, in zunehmend gefährlichen Zeiten, endlich voran bringen zu können," sagte Vicino im Interview mit Forbes. 

Verwirklichung des "Vivos Europa One"-Projektes eher unwahrscheinlich  

Ob das Bauprojekt von Vicino verwirklicht werden kann ist laut Jörg Heitmann eher unwahrscheinlich. Heitmann ist Chef der Terraspace GmbH und seit 2004 Eigentümer der Bunkeranlage. 

Der Ostthüringen Zeitung sagte Heitmann, dass Vicino den Bunker in Rothenstein in 2010 besichtigte. "Die Fotos, auf denen er im Bunker zu sehen ist, sind echt", so Heitmann. "Ich habe ihm gesagt, er könne den Berg kaufen, wenn er wolle." 

Die Bunker in unterirdische Luxuswohnungen umzubauen wird jedoch schwierig werden. Schon das Thema Brandschutz sei nach den deutschen Bauvorschriften für so ein Vorhaben ein quasi unlösbares Problem, meint Heitmann zur Ostthüringen Zeitung und fügt hinzu: "Ich stelle mir da gerade vor, wie Robert Vicino im Eisenberger Landratsamt bei der Baubehörde vorspricht und die Auflage bekommt, dass das Objekt im Katastrophenfall aus brandschutztechnischen Gründen nicht betreten werden darf."

Silvia Voigt, Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft Südliches Saaletal in Kahla, sagte der Zeitung, dass es aktuell keine Bauvoranfrage geben würde. Es habe schon viele Ideen gegeben, was man mit dem verlassenen Militärbunker machen könne, aber so eine noch nicht. (so) 

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